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Projekt mit Kindern nebst Projekt mit Hunden

Treffen aller Freiwilligen

Sozialarbeit in Rumänien von Marlis Müller(Österreich)

Wer das hier liest, weil sie oder er nicht sicher ist, ob sie oder er nach Rumänien oder in ein anderes Land reisen soll, dem kann ich nur sagen: Rumänien ist es definitiv Wert, besucht zu werden. Bei der Auswahl des Landes war ich mir anfangs selbst nicht sicher, wohin die Reise gehen soll, aus Neugier entschied ich mich dann jedoch für Rumänien. Ich erwartete dreckige Straßen, arme Menschen und graue Farbtöne. Doch schon als ich vom Flughafen mit einem Mercedes abgeholt wurde und wir dann in die Stadt Brasov einfuhren, wo riesige Geschäfte in einer Shoppingmeile nebeneinander gereiht waren, wurde ich eines Besseren belehrt. Brasov ist eine Stadt im Aufschwung und trotz aller Renovierungen und Neubauten so voll von faszinierender Geschichte und alten Gebäuden und Burgen.

Ich mit einem Hund

Ich wohnte gemeinsam mit einer Engländerin (einer Teilnehmerin, die ich zuvor nicht kannte, die aber durch gemeinsame Erlebnisse und Lachanfälle zu einer guten Freundin geworden ist) bei einer Gastmutter mitten in der Altstadt - genau im Zentrum. Hier lebt die Stadt bis nach Mitternacht! Bei warmem Wetter tummeln sich die Menschenmassen in Restaurants, Pubs, Bars oder Eisdielen, sitzen rund um den Springbrunnen, gehen spazieren, Schaufenster schauen (bis neun Uhr abends haben übrigens alle Geschäfte offen!) oder Tauben füttern. Wer gerne etwas am Abend unternimmt, hat in Brasov genügend Möglichkeit dazu - sogar die neuesten (Hollywood-)Filme werden gezeigt (in Originalversion mit rumänischen Untertiteln).

Die Organisation von Projects Abroad ist sehr gut. Wenn man etwas braucht, gibt es immer einen oder mehrere Ansprechpartner. Einmal pro Woche findet ein gemeinsamer Abend mit allen anderen Freiwilligen statt. Dadurch findet man sofort Anschluss, (rumänische) Handynummern werden ausgetauscht, da jeder, der möchte, eine rumänische Simcard bekommt, und Freundschaften werden geknüpft. Spätestens ab diesem Abend wird nach der Arbeit meist immer gemeinsam etwas unternommen.

Ich arbeitete in einem Kinderkrankenhaus, wo ich mich um (kranke) Kinder kümmerte. Mein Immunsystem verließ mich daher für zwei Wochen. Ich hatte mir vorgenommen, in Rumänien nie in ein Krankenhaus zu gehen, da ich annahm, dass die medizinische Versorgung nicht sehr gut sei. Jedoch auch dabei hatte ich mich geirrt. Wenngleich die medizinische Ausstattung nicht dem österreichischen Standard entspricht und die verschiedenen Untersuchungen abenteuerlich waren, da ich ja niemanden verstand, trat bereits nach zwei Tagen Medikamenteneinnahme Besserung ein. Ich bin wirklich froh, dass ich zur Untersuchung im Krankenhaus war (Dani von Projects Abroad begleitete mich). Ich kann daher nur jedem bei Krankheit empfehlen, sich nicht vor der medizinischen Behandlung zu fürchten.

Im Zug

Natürlich gibt es auch arme Menschen in Rumänien. Im Kinderkrankenhaus merkte ich das sehr, da manche (kranken) Babys von ihren Eltern gebracht wurden, weil sie es im Krankenhaus besser hatten, da sie nicht genug und/oder die richtige Nahrung bekommen konnten, Platzmangel herrschte oder nicht geheizt werden konnte. Dadurch, dass manche Eltern ihre Babys nicht oft besuchen können (oder vielleicht nicht wollen), ist die Arbeit in einem Sozialprojekt auch so wichtig. Den Kindern die Liebe und Zuneigung zu geben, die sie aufgrund der Überforderung der Krankenschwestern nicht bekommen können, ist eine bedeutungsvolle Unterstützung für ihre Genesung.

Als Tierliebhaber hat man es in Rumänien schwer, die Augen vor dem Leid (Hunger, Durst, etc.), das unzähligen Hunden widerfährt, zu verschließen. Deswegen tat ich es auch nicht. Ich startete mein eigenes Hundeprojekt - ein kostspieliges, aber sich lohnendes. In Rumänien gibt es massenhaft viele heimatlose, auf der Straße lebende Hunde (nicht so sehr in Brasov, jedoch in umliegenden Städten/Dörfern). Ich hatte immer Hundefutter und Wasser bei mir, damit ich so gut wie jedem hungrigen Hund etwas geben konnte. Aufgrund der großen Anzahl der Hunde funktioniert das aber nicht. Aus diesem Grund beschränkte ich mich auf "meine Hunde" in Rasnov, die ich so lieb gewonnen habe, dass es mir noch viel schwerer fiel, Rumänien nach zwei Monaten wieder verlassen zu müssen und vor allem zu wissen, dass sie jetzt wieder alleine sind. Sollte daher jemand auch so tierlieb sein, wäre es das schönste Geschenk für rumänische Hunde, ihnen zumindest manchmal zu einem vollen Bauch zu verhelfen.

Rund um Brasov gibt es wirklich viel zu besichtigen und zu erleben: Zum Beispiel das Peles-Schloss in Sinaia, die Burgen in Bran (Dracula) und Rasnov, die Stadt Sighisoara, die Festung in Prejmer, u.v.m.). Züge und Busse fahren fast überall hin, sind jedoch manchmal unzuverlässig und daher auch ein Erlebnis für sich. Am allerbesten gefiel mir neben dem Schloss in Sinaia, das wirklich sehenswert ist, der Ausflug, als wir uns einen Minibus mit Fahrer mieteten und die Transfagarasan-Road hinauf auf einen Berg fuhren. Die Serpentinenstraßen bergauf mit wunderschönen Wasserfällen, Bächen, dem obigen Bergsee und dem echten Dracula-Schloss (Ruine), das 1480 Stufen hoch auf einem Hügel liegt, waren ein echtes Highlight.

Ich möchte die Zeit in Rumänien nicht missen und werde bald wieder kommen. Wäre es möglich, würde ich die Zeit zurückdrehen, um alles noch einmal erleben zu dürfen! Rumänien ist ein echtes Erlebnis! Die Erfahrungen, die man dort macht, sind unvergesslich!

Marlis Müller

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