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Ich wuchs an jeder Erfahrung

Senegal, Sozialarbeit, Freiwillige

Sozialarbeit im Senegal von Cynthia Gschwind aus Allschwil in der Schweiz

Matur im Sack… zehn Monate bis zum Studiumsstart… ich war noch nie in Afrika und bin fasziniert von diesem Kontinent… ich könnte dort mein Französisch aufbessern… ich kann eventuell den Menschen dort etwas Gutes tun... Mit diesen Überlegungen bin ich auf die Suche gegangen und bin auf Projects Abroad gestossen, genauer gesagt das soziale Projekt im Senegal.

Senegal, Sozialarbeit, Seilspringen

Mit einigen Impfstoffen im Blut und viel Sonnenmilch und Moskitospray im Koffer bin ich zum ersten Mal nach Afrika geflogen, dem Kontinent, wo scheinbar die Zeit stehen bleibt. Nach einer Nacht in Dakar bin ich am nächsten Tag mit einem Mitarbeiter von Projects Abroad nach St. Louis gefahren: 3 Stunden auf einer Strasse, die gänzlich von Savannenlandschaft umgeben war. St. Louis selbst hat mit dieser eintönigen Landschaft jedoch wenig zu tun. Umringt vom Fluss Senegal und dem Atlantischen Ozean ist die Stadt wunderschön und trotz Festland, Insel und Landeszunge sehr überschaubar.

Senegal, Sozialarbeit, Schokoladenbrot

Mein Arbeitsplatz war im Aider-Sans-Frontière Zentrum. Hierher kommen täglich zahlreiche Talibés: Die Talibés sind Kinder, welche ohne ihre Eltern bei einem Marabou, einem religiösen Oberhaupt, leben und bei ihm den Koran lernen. Im Zentrum werden kleine offene Wunden versorgt, Unterricht erteilt, geduscht und Essen und Trinken verteilt. Ich durfte überall mithelfen. Gelegentlich brachte ich die Kinder leider zum weinen, weil das Versorgen der Wunden manchmal schmerzfrei einfach nicht machbar war... Umso schöner war es dann, als ich die Kinder, welche es im Alltag wirklich schwer haben, unter der kalten Dusche lachen, oder ihre leuchtenden Augen sah, wenn sie ein Schokoladenbrot erhielten.

Senegal, Sozialarbeit, Üben

Meine Hauptaufgabe war das Unterrichten. Zu Beginn dachte ich, dass mein Französisch ein Problem sein könnte. Ich habe mir jedoch nie überlegt, wie schwer es sein muss, mit 20 Jahren seine ersten Buchstaben zu schreiben. Es war eine Herausforderung, ihnen das Alphabet, Lesen und Schreiben beizubringen. Aber auch bei den fortgeschrittenen Schülern war es nicht einfach, da ihre Muttersprache Wolof oder Pular ist. Nur sehr wenige sprechen etwas Französisch. Ich habe Französisch in der Schule gelernt, weit entfernt von perfekt. Doch mit der Zeit wurde ihr Französisch und mein Wolof besser. Ein schöner Moment war stets nach langen Erklärungen, phantasievollen Pantomimedarstellungen und Zeichnungen der Wechsel von fragender Mimik zu verständnisvollem, ehrlichem Nicken. Es war der Moment, in dem ich bemerkte: Jetzt haben wir uns verstanden!

Senegal, Sozialarbeit, Schüler

Aber auch das Leben neben der Arbeit war stets interessant: die Leute auf der Strasse sprachen mich oft an. Manchmal endete das Gespräch mit einer Bitte um Geld, manchmal war mein Zivilstand Hauptthema und manchmal erfuhr ich, dass die Person einen Laden besaß und wurde aufs Herzlichste zu einem Tee eingeladen. Viele Menschen, die ich traf, waren sehr neugierig. Es war sehr gewöhnungsbedürftig, von Wildfremden angesprochen zu werden, doch mit etwas Offenheit gewöhnte ich mich schnell daran und nutzt die Chance, meine Wolof-Künste aufzubessern.

Senegal, Sozialarbeit, Essen

Bei so vielen Freiwilligen aus der ganzen Welt und den Einheimischen vor Ort lernte ich so manche neue Ansicht und Kultur kennen. Ich musste mich im ersten Monat erst an alles gewöhnen, doch der zweite Monat verging wie im Flug und ich bereue keine Sekunde, die ich im Senegal verbracht habe. Ich wuchs an jeder Erfahrung und dieses Abenteuer war eine geniale Erfahrung!

Cynthia Gschwind

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