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„Meine wundervolle Zeit am anderen Ende der Welt…“

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Sozialarbeit in Sri Lanka von Tatjana Wagner

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Mein Abitur in der Tasche, aber das Studium noch fern… So war meine Situation im August und September 2010. Was sollte ich daraus jetzt nur am Besten machen? Schon lange träumte ich davon, einmal weit weg zu gehen. Auszusteigen aus der Welt, die ich kenne und einzutauchen in ein völlig anderes Leben. Ich wollte schon immer sehen, wie andere Menschen leben und ich hatte den Wunsch mich in einem sozialen Bereich zu engagieren. Ich hatte ich mich im Internet über mögliche Organisationen informiert und stieß schon sehr schnell auf „Projects Abroad | Projekte weltweit“. Ich ließ mir Infomaterial schicken und entschied mich für ein soziales-Projekt in Sri Lanka.

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So kam es, dass ich am ersten Oktober 2010 in einer Maschine der „Sri Lankan Airlines“ über die Startbahn-West in Frankfurt in mein neues Leben auf Zeit startete. Viele Gedanken schossen mir immer und immer wieder durch den Kopf. Sie waren zu gleichen Teilen geprägt von Angst und Freude. Tausende Male habe ich mich gefragt: „Warum tue ich das? Hätte Frankreich oder England es nicht auch getan?“. Fragen über Fragen. Ängste, ob es mir dort gefallen wird, ob die Familie nett sein wird, aber zugleich auch die Freude auf alles, was kommen wird.

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Am Morgen des vierten Oktobers erreichte ich dann meine Familie in Kindelpitiya-Wellmella, einer kleinen Ortschaft in der Nähe von Panadura in Sri Lanka. Zusammen mit meiner Gastmutter und ihren drei Kindern Chamal, Sandunika und Dulani lebten noch die Tante, ihr Mann und deren Sohn Chenuka sowie die Großeltern mit auf dem Grundstück, auf dem auch die kleine Vorschule steht, in der ich morgens unterrichtet habe. Vieles hier war so ungewohnt und neu. Hygiene wurde völlig anders definiert und Familiengeist und Zusammenhalt schienen eine weitaus bedeutendere Funktion im Leben der Menschen einzunehmen als bei uns. Eine Einstellung, die mir sehr gefiel. Die Zeit verging wie im Flug. So Vieles durfte ich erleben, so Vieles neu entdecken. Die Zeit in der Vorschule und im Waisenhaus war wundervoll. Kinder lachen zu sehen, die eigentlich weinen müssten, sie mit Luftballons verzaubern zu können, hat mir viel Spaß gemacht. Viele Dinge kann ich jetzt auch mit ganz anderen Augen sehen, denn der Gedanke, dass Liebe und Familie wichtiger sind als Geld, ist im Laufe der Zeit in unserer Welt vom Kapitalismus erstickt worden.

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Vielleicht ging diese wundervolle Zeit so schnell vorbei, weil sie so einzigartig war, vielleicht aber auch, weil ich so viel erlebt habe, aber vor allem, weil meine Familie und meine Arbeit so wundervoll waren. Zusammen mit der besten Zimmerkameradin der Welt entdeckte ich natürlich auch die schönsten Seiten Sri Lankas Kultur. Mitten in der Nacht Adam’s Peak zu besteigen und morgens von oben den Sonnenaufgang sehen oder zum Ende der Welt laufen, gehören zu den aufregendsten Erlebnissen meines Lebens. Außerdem wanderten wir durch einen Regenwald und badeten dort im Wasserfall und Vieles, Vieles mehr. Ich habe unzählige der wundervollen Tempel Sri Lankas gesehen und natürlich auch die weißen Sandstrände in Mirissa und Unawatuna besucht. Die Wochenenden rasten nur so an mir vorbei.

In der Schule veranstalteten wir unter der Woche immer wieder spannende und witzige Aktionen mit den Kindern. So bastelten wir mit ihnen Hütchen und spielten Spiele. Am ersten November machten wir mit den Kindern eine Halloweenparty. Auch wenn die Kinder nicht wussten, was Halloween wirklich ist, so war es doch ein riesiger Spaß für die Kleinen. Danach stand das große Schulkonzert an und wir übten einen westlichen Tanz mit den Kindern ein. So tanzte ich mit den Kindern „Circle of Life“ von Elton John. Es war wunderschön.

Kurz vor dem Konzert fand noch eine singhalesische Hochzeit in meiner Familie statt. So etwas einmal zu erleben, war der Wahnsinn. Diesen Eindruck kann man nicht beschreiben, das muss man sehen! Nach dem Konzert hieß es Abschied nehmen von meiner Zimmerkameradin und ich erkannte wie wenig Zeit mir noch blieb. Am Ende wurde mir klar, dass meine Ängste völlig unbegründet gewesen waren und ich wusste, es war die schönste Zeit meines Lebens! Ich freue mich schon auf meine nächste Reise in eine andere Welt!

Tatjana Wagner

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