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Als Quereinsteigerin fühlte ich mich sofort integriert

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Sozialarbeit in Südafrika von Marie Chantal Kuss

Was macht die Arbeit mit Behinderten so faszinierend? Es sind die Menschen, mit denen du arbeitest. Es sind die Menschen, die oftmals in unserer Gesellschaft zu kurz kommen, da der Umgang mit Behinderten für viele immer noch ein völlig fremdes Thema ist. Gerade deswegen war es für mich umso faszinierender, diese Arbeit in einer anderen Kultur kennen zu lernen.

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Ich war in der GlenBridge Special School in Kapstadt, eine Schule für geistig und sozial beeinträchtigte Kinder mit Down Syndrom, Williams Syndrom, Autistischem Syndrom etc.. Trotz ihrer Einschränkungen sollen sich die Kinder bestmöglich entwickeln. Wir haben die Kinder dabei unterstützt, in kleinen Gruppen wichtige Fähigkeiten für den Alltag zu erlangen, um später unabhängiger leben zu können. Die Arbeitsweise ist eine Mischung aus Aktivität und Konzentration und hatte viele Ähnlichkeiten mit unserer Arbeitsweise in Deutschland. Trotzdem war es sehr interessant, die feinen Unterschiede im Umgang mit den verschiedenen Krankheitsbildern kennenzulernen.

Die Kinder waren alle unglaublich liebenswert und interessiert an meiner Person und ich wurde mehrmals am Tag umarmt, gegrüßt oder über mein Land ausgefragt. Es machte einfach Spaß mit ihnen zu arbeiten und sie bei der Therapie zu beobachten. Ich durfte sogar die Lehrer in den Unterricht begleiten und bekam somit einen Einblick, wie die Kinder durch Lesen, Schreiben, Rechnen, Musik und Kunst in ihren kognitiven Leistungen und dem sozialen Miteinander gefördert wurden. Dabei war es nicht ungewöhnlich, dass meine Kollegen in mehr als drei unterschiedlichen Sprachen kommunizierten. Südafrika gilt nicht umsonst als Regenbogennation!

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Die Arbeitsatmosphäre war sehr entspannt, warmherzig und teamorientiert. Als Quereinsteigerin fühlte ich mich sofort integriert und konnte mich mit meinen Ideen oder auch Fragen einbringen. Die Schule war sehr gut ausgestattet, was ich – zugegebener Maßen – nicht erwartet hatte. Sie bot den Kindern ein umfangreiches therapeutisches und pädagogisch wertvolles Angebot – und mir die Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern und eine Menge Erfahrungen zu sammeln!

Einmal in der Woche nahmen die Kinder an einer Reittherapie teil, was sie des Öfteren in positive Aufregung und Trubel versetzte. Zudem engagierte die Schule regelmäßig spezielle Trainer, die mit den Kindern im schuleigenen Pool Schwimmübungen machten. Für mich war es jedoch bei den winterlichen Temperaturen definitiv zu kalt, um mitzumachen. Dafür konnte ich aber an anderen Sportarten im Schulhof oder im Sportraum teilnehmen.

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Die Schule legte viel Wert auf Bewegung und gesunde Ernährung und wir haben viel gemeinsam getanzt und lecker gefrühstückt und Mittag gegessen. Das war immer ein sehr amüsantes und lebendiges Erlebnis! Danach gab es eine lange Mittagspause mit einer Menge an Kletterangeboten und Spielmöglichkeiten. Je nach Lust und Laune konnte ich mich entscheiden, ob ich lieber mit den Schülern die Pause verbrachte oder eine Tasse Tee auf der Terrasse genoss. Danach arbeitete ich in den Klassenräumen in einem speziell eingerichteten Ergotherapie-Raum oder auf dem Schulhof. Dort übte ich mit den Kindern Basisgrundlagen wie Essen, auf die Toilette gehen, Grob- und Feinmotorik, aber auch spezielle Fähigkeiten, die fürs spätere Berufsleben von Bedeutung sind.

Die Arbeitszeiten waren meist von 8 – 14.30 Uhr. So konnte ich den Nachmittag in der Innenstadt von Kapstadt verbringen, einzelne Ausflüge planen oder den Tag in der Gastfamilie ausklingen lassen. Bis heute kann ich mich nicht entscheiden, was ich am liebsten getan habe.

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Obwohl ich erst seit einem Jahr Ergotherapie studiere, habe ich während meiner Zeit in Südafrika eine Menge Verantwortung übertragen bekommen und bisweilen sogar manche Therapieeinheiten selber durchgeführt. Auf diese Weise konnte ich nicht nur lernen, sondern auch bereits gelerntes anwenden und den Mitarbeitern unter die Arme greifen. Das war immer ein sehr gutes Gefühl!

Ich habe viele interessante und nette Leute vor Ort kennengelernt und eine liebevolle zweite „Mom“ fürs Leben gewonnen. Ich bin einfach nur froh, dieses Erlebnis gemacht zu haben! Mein besonderer Dank geht an Suzette, die Ergotherapeutin der Schule. Sie ist wundervoll und macht einen tollen Job vor Ort. Es war unglaublich schön und sehr lustig, mit ihr zu arbeiten!

Marie Chantal Kuss

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