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Meine unvergesslichen zwei Monate in Thailand

Henrike wird von den Kindern verabschiedet

Sozialarbeit in Thailand von Henrike Brahmstaedt

Auf einmal war es so weit, ich hatte mein Abitur in der Tasche und keinen blassen Schimmer davon, in welche Richtung ich gehen wollte und welchen Studiengang ich wählen sollte. Schon immer stand für mich fest, dass ich nach dem Abitur erstmal einen längeren Auslandsaufenthalt machen möchte, jedoch wusste ich nie, wie ich ihn für mich am sinnvollsten gestalten sollte. Dann stieß ich durch eine Infoveranstaltung in Hamburg auf Projects Abroad und wusste schnell, dass ich mit dieser Organisation nach Thailand fliegen möchte.

Nach einer vierundzwanzig stündigen Flugreise hatte ich endlich den Flughafen in Krabi erreicht. Krabi ist eine Provinz im Südwesten von Thailand und war von nun an mein Zuhause für die nächsten zwei Monate. Am Flughafen wurde ich sehr herzlich von Earb, meiner zukünftigen Gastschwester empfangen und landestypisch mit einem TukTuk zu meiner Gastfamilie gefahren. Earb erklärte mir, dass Michael, der Fahrer des TukTuks, unser persönlicher Shuttledienst sein würde. Ich hätte Stunden weiter fahren können, weil ich so fasziniert von der neuen Umgebung, den neuen Eindrücken und Gerüchen und dem etwas anderen Fahrstil der Auto-,Motorrad-, und TukTuk - Fahrer war. Mit Earb unterhielt ich mich auf Englisch, als würden wir uns schon ewig kennen und wir nannten uns ab der ersten Minute „Sis“. In meiner Gastfamilie angekommen, war ich sehr positiv von meinem Haus und meinem Zimmer überrascht, weil es ein richtiges Haus und nicht wie in meinen Vorstellungen, eine einfach gebaute Holzhütte irgendwo im Dschungel, war. Ich wohnte mitten in Krabi Town und mein Zimmer teilte ich mir mit zwei anderen Volunteers aus Frankreich, mit denen ich nach kurzer Zeit ein enges freundschaftliches Verhältnis hatte. Wir drei hatten sogar unser eigenes Badezimmer, mit einer richtigen Toilette, welches nicht unbedingt selbstverständlich war, wie ich später merkte. Es dauerte eine Weile, bis ich wusste, wer überhaupt wirklich mit zu meiner Gastfamilie gehörte, denn Besucher, Nachbarn und Verwandte gingen täglich ein und aus.

Henrike unterrichtet Englisch

Am dritten Tag nach meiner Ankunft hatte ich meinen ersten Tag in der Schule. Meine Schule lag mit dem Tuktuk ca. eine dreiviertel Stunde außerhalb des Zentrums. Insgesamt waren zu der Zeit 8 andere Volunteers aus der ganzen Welt in Krabi. Kate, ein anderer Volunteer aus London und ich, waren an derselben Schule und wurden so herzlich von den Lehrern und Kindern empfangen, obwohl sowohl die Kinder als auch die Lehrer kein Englisch sprechen konnten. Trotz der Sprachbarriere war es kein Problem mit den Kindern zu spielen, zu malen oder einfach für sie da zu sein. Meine Schüler waren noch sehr jung, manche erst drei oder vier Jahre alt, aber ich war überrascht, wie brav und gut erzogen sie waren. Ich liebte alle Kinder ab der ersten Sekunde und sie liebten uns. Jeden Morgen warteten sie am Tor darauf, dass unser TukTuk auf den Hof fuhr und dann rannten sie uns entgegen, umarmten uns und sprangen in unsere Arme. Die Schule war eine sehr einfache Schule, die jedoch kurz bevor ich kam, mit sehr viel liebe erneuert wurde. Die Lehrerinnen und die Köchin verwöhnten uns jeden Tag mit traditionellem thailändischem Essen, frischem Obst und Kokosnusssaft aus selbst geernteten Kokosnüssen. Ich liebe die exotische thailändische Küche und war neugierig, neues zu probieren. Nach zwei Wochen musste ich meine Schule leider schon wieder verlassen, weil die Ferien in Thailand begonnen hatten und somit das Ferienprogramm von Projects Abroad startete.

Henrike unterrichtet in Kleingruppen

Das bedeutete, dass die anderen 8 Volunteers aus Krabi und ich an einer Schule zusammen arbeiteten und gemeinsam die Kinder betreuten. Wir spielten Spiele wie zum Beispiel „Duck Duck Goose“ oder „Der Plumpsack geht rum“, welches sowohl uns Volunteers als auch die Kinder sehr zum Lachen und Schwitzen gebracht hat. Nachdem wir uns beim Spielen ausgetobt hatten, beschäftigten wir die Kinder mit verschiedensten Bastel- oder Malaufgaben, welche wir am Anfang der Woche für die Kinder vorbereitet hatten. Wir bastelten Hüte, Masken oder Schmetterlingsflügel, welche die Kinder dann meist für den Rest des Tages trugen. Die ersten vier Wochen hatte ich mich für das Projekt „Sozialarbeit“ entschieden und die anderen vier Wochen für das „Unterrichten“. Das war für mich persönlich die beste Entscheidung, da es mir sehr viel Spaß gemacht hat, den Kindern einfache Sachen in der englischen Sprache beizubringen und zu erklären. Ich erklärte ihnen beispielsweise wie man sich mit wenigen Sätzen auf Englisch vorstellen kann, etwas über seine eigene Familie berichtet oder wie man seinen Freunden erzählt, welches Essen man mag und welches nicht. Dafür bereitete ich am Anfang der Woche große bunte Plakate vor, die mir beim Unterrichten halfen und die Unterrichtsstunde veranschaulichten. Earb, meine Gastschwester, welche bei Projects Abroad arbeitet, unterstützte mich immer, beantwortete mir alle Fragen und gab mir viele hilfreiche Tipps. Jede Woche wechselten wir die Schule, damit so viele Kinder wie möglich die Chance bekamen, am Projects Abroad Ferienprogramm teilnehmen zu können. Mein Ziel war es, am Ende der Woche jedes Kind beim Namen nennen zu können, welches sich jedoch als eine fast unmögliche Aufgabe herausstellte, denn die Namen waren so ausgefallen und manchmal kaum aussprechbar für mich. Aber ich gab mir allergrößte Mühe und versuchte, einen Großteil der Namen zu lernen. Die Lehrer und Direktoren an den Schulen empfingen uns jedes Mal mit offenen Armen und betonten oft, wie dankbar sie waren, dass wir ihre Schule ausgewählt hatten, um ihre Schüler zu fördern, zu bilden und zu beschäftigen. Ich genoss jede Minute in den Schulen, weil die Kinder so herzlich und interessiert waren und ich das Gefühl hatte, dass sie wirklich lernen und beschäftigt werden wollten.

Kinder bekommen ein Zertifikat

An den Wochenenden fuhren die anderen Volunteers und ich immer gemeinsam auf die umliegenden traumhaften Inseln. Die Inseln von Thailand sind genauso schön, wie man es von Bildern und Postkarten kennt. Kristallklares Wasser, weiße Strände und Palmen. Da konnte man es am Wochenende wirklich gut aushalten und Energie für die neue bevorstehende Woche sammeln, die jedes Mal etwas Neues mit sich brachte.

Nach zwei Monaten ging eine für mich unvergessliche Zeit zu Ende, in der ich viele Erfahrungen gesammelt und neue Freundschaften geschlossen habe. Nach einem tränenreichen Abschied machte ich mich auf den Weg zum Flughafen und begann meine 3 wöchige Backpacker Tour bis ich schließlich von Bangkok zurück nach Deutschland flog.

Henrike Brahmstaedt

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