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Costa Rica – Pura Vida!

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Sport - Praktikum in Costa Rica von Christian Ott

Nach meinem Abitur hatte ich beschlossen, dass ich eine Auszeit brauche und einfach mal aus der Heimat raus muss. Ich wollte Neues entdecken und alleine in ein Land, weit, weit weg, in welchem mich keiner kennt, und in dem ich eine meiner beiden bisher gelernten Fremdsprachen (Englisch und Spanisch) verbessern konnte. Da für mich das Sportprojekt in Costa Rica von Projects Abroad am besten klang und ich bereits von anderen Freunden von der Organisation erfahren hatte, entschied ich mich relativ spontan für einen zweimonatigen Freiwilligendienst mit Projects Abroad. Wie sich herausstellte, war es eine sehr gute Entscheidung, denn ich hatte definitiv die besten Monate meines Lebens!

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Am Anfang war ich nervös und wusste nicht genau, ob ich das alleine schaffen würde. Zudem waren meine Spanischkenntnisse nicht gerade berauschend, was die Kommunikation mit der Gastfamilie und den Kindern und Lehrern an der Schule schwierig machen könnte. Es zeigte sich jedoch schnell, dass alle Bedenken umsonst waren!

Schon als ich am ersten Tag bei meiner Gastfamilie ankam, behandelten sie mich wie ein Familienmitglied bzw. teils noch besser. Ich hatte zwei Gastbrüder, die ungefähr mein Alter hatten (16 und 21) und mit denen ich mich auf Anhieb gut verstand. Sie übersetzten mir oft englische Wörter auf Spanisch, da meine Gastmutter nur Spanisch konnte. Ich hatte mein eigenes Zimmer mit eigenem Bad und durfte alles im Haus benutzen, was ich wollte, sei es die Waschmaschiene, der Kühlschrank oder die Küchengeräte.

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Die Freiwilligenarbeit an der Schule hat auch extrem viel Spaß gemacht! An meinem ersten richtigen Arbeitstag kamen die Kids – ohne mich zu kennen – einfach zu mir, guckten mich mit großen Augen an, fragten mich ob ich der neue „Profe“ (Lehrer) sei und umarmten mich. Dieser herzliche Empfang von den äußerst süßen Kindern hat mich einfach nur umgehauen! Der Sportunterricht an sich lief oft ziemlich ähnlich ab. Es wurde Fußball oder Basketball gespielt, und das die ganze Schulstunde lang. Die Mädchen bekamen auch mal Hoola-Hoop Ringe, haben jedoch auch meistens beim Fußball und Basketball leidenschaftlich mitgemacht.

Ein bis zweimal die Woche ging es mit dem Schulteam zu Spielen oder Turnieren gegen die anderen Schulen. Ich durfte sogar bei einem Handballturnier und einigen Fußballspielen das Team selbst coachen und bestimmen, wer spielt und wer nicht. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Kinder so motiviert zu sehen – es wäre ja eine Schande, gegen ihre Freunde aus der anderen Schule zu verlieren!

Ich nahm auch am Unterricht aktiv teil und spielte mit den Kindern Basketball und Fußball, was mir extrem viel Spaß machte. Ich arbeitet meist von 8 bis 11 Uhr. Danach hatte ich eine Mittagspause, sodass ich mit der Gastfamilie zu Mittag essen und mich kurz ausruhen konnte. Danach ging es meist von 13 bis spätestens 17 Uhr weiter. Ich arbeitete etwa 25 Stunden in der Woche, was oft bedeutete, dass ich auch mal einen Tag frei hatte. Wenn ich mal ein verlängertes Wochenende haben wollte, weil ich einen längeren Trip vorhatte, bekam ich meist auch einen Tag frei. Ich richtete mich natürlich nach dem Stundenplan des Lehrers, da ich ja mit ihm arbeitete.

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Natürlich wollte ich auch viel vom Land und der Kultur mitbekommen, wofür sich die Wochenenden anboten. Das Schöne war, dass ich eigentlich nie alleine unterwegs war, denn es waren sehr viele andere Freiwillige da, mit denen ich diese Wochenendtrips unternehmen und die Hostelgebühren teilen konnte. Ich hatte immer sehr viel Spaß. Ich knüpfte so schnell und so viele Kontakte mit anderen Freiwilligen und auch Einhemischen, dass ich so ziemlich jeden Tag etwas mit anderen Leuten unternahm und an den Wochenenden mit Freunden zu Nationalparks, Vulkanen und Stränden fuhr.

Gerade an den Stränden gab es sehr viele Bars und Clubs, in denen wir feiern konnten. Auch in Liberia wurde es uns nicht langweilig, denn auch dort gab es viele interessante Orte, an denen wir die Abende verbringen konnte. Wenn neue Freiwillige ankamen, wurden diese natürlich direkt in die Gruppe aufgenommen, und wir unternahmen was gemeinsam.

Mein erstes Wochenende war eines der schönsten, da ich mit einigen anderen Freiwilligen in den Monteverde Nationalpark ging und dort extrem viel Spaß hatte! Sei es Canopy, Zip Lining, die Nachtwanderung durch den Regenwald oder das Ausreiten – es war umwerfend, so eine schöne Natur zu sehen und dazu noch so viel Spaß zu haben.

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Die Natur ist generell sehr schön! Seien es die Regen- und Nebelwälder, die Tiere oder die Traumstrände, es gab immer etwas zu bestaunen und zu fotografieren. Kilometerlang konnten wir an einem feinen, breiten Sandstrand entlanglaufen und uns, nachdem wir uns in die Wellen geschmissen hatten, einfach im Schatten einer Palme ausruhen. Der meiner Meinung nach schönste Strand der Karibikküste ist Playa Tamarindo, ein sehr breiter Strand mit feinem Sand. Hier ging es sehr lange sehr flach rein. Dort konnten wir uns für 10 Dollar am Tag ein Surfbrett mieten und unser Glück in den Wellen versuchen – oder wir mieteten uns noch einen Surf-Lehrer dazu.

Die Ticos (Costaricaner), die ich traf, waren sehr offen, nett und freundlich zu mir. Sie lebten ganz nach dem Motto „Pura Vida“ (wörtlich pures Leben) und das ließen sie mich auch wissen! Pura Vida wurde in einem Satz gefühlte 100 mal verwendet und konnte von „Hallo“ über „Wie geht es dir?“ bis hin zu „Tschüss“ alles heißen. Es war einfach ein Ausspruch, der zeigen sollte, dass alles gut war. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt wirklich unsicher oder unwohl gefühlt. Zudem empfand ich Liberia als deutlich zivilisierter als manch eine deutsche Stadt. Natürlich gab es auch ein Kino (mit englischen Filmen und spanischen Untertiteln), wo wir öfter waren, da dort Filme liefen, die in Deutschland noch nicht einmal rausgekommen waren. Das Trinkwasser war auch ohne Bedenken trinkbar, da es ständig geprüft wurde.

Ich hatte eine traumhafte Zeit, in der ich viele neue Freunde auf der ganzen Welt gefunden habe, viele tolle Erlebnisse hatte und durch das Arbeiten und meine Gastfamilie einen schönen Einblick in die Kultur Costa Ricas bekommen habe.

Christian Ott

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