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Teilnehmen am ghanaischen Tanz des Lebens

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Sport – Praktikum in Ghana von Johannes Steidele

Nach dem Abitur und fünf Monaten Arbeit im Restaurant konnte ich endlich in die Welt hinaus und dem kleinstädtischen Alltag entfliehen. Der Flieger raste übers Mittelmeer hinweg, dann über die Sahara. Mein Ziel lautete Ghana – und Ghana hat in zwei Monaten, eigentlich vom ersten Tag an, mein Herz erobert.

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Anfangs fühlte ich mich noch etwas fremd in diesem fernen Land. Aber nach den ersten Tagen und der Einführung durch Projects Abroad lernte ich vor allem eins: Die Menschen, die ich in Ghana traf, waren großartig! Sie ließen mich teilhaben an ihrem Leben und waren äußerst gesprächig. Sie liebten es, Fremden zu helfen. So hörte ich immer wieder ein freundliches „Obruni!“, was „Weißer“ bedeutet, und wenig später wurde ich zu Banku oder anderen einheimischen Gerichten eingeladen: „You are invited!“ Mit einer Kamera bewaffnet durch die Straßen laufend, wurde ich nicht selten freundlich dazu aufgefordert, jemanden Wildfremden in (manchmal) exzentrischer Pose zu fotografieren. Ohnehin ist die Technikfaszination groß dort: Was für einen Europäer normal scheint, ist dort nicht selten ein Highlight. Vor allem die Kinder staunen nicht schlecht über einen iPod und Kopfhörer.

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Wer in Ghana nicht zu Fuß laufen will, nimmt ein Trotro, einen privat organisierten Minibus. Da wird es manchmal zwar etwas eng und auf längeren (und im Norden holprigeren) Fahrten trainierte ich erfolgreich meinen Po. Ich lernte dieses zuverlässige Transportmittel schnell lieben: Nur einmal mussten wir wegen Motorproblemen etwa eine halbe Stunde warten! Das hieß dann auch, dass ich mich mit dem ghanaischen Verständnis für Zeit auseinander setzten musste. Die seltenen Tage, an denen es kein fließendes Wasser gab, sind kaum erwähnenswert, und wenn es doch mal passierte, gab es eben eine warme Eimerdusche.

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Schnell stellte ich fest, dass ich nicht der Einzige mit Fernweh war. So befanden sich viele andere Freiwillige aus aller Welt in Ghana. Viele leisteten Freiwilligenarbeit in Bereichen wie Menschenrechte oder Medizin und etliche auch im Sport. Zusammen unternahmen wir dann Reisen am Wochenende. Wir begaben uns in mal größeren, mal kleineren Gruppen zu den Wli-Wasserfällen, wo uns nach einer vierstündigen Wanderung tosend das Wasser entgegen stob, oder zum Mole National Park, um mit einem Elefanten auf wenige Meter Entfernung ein Blickduell zu führen. Und in Cape Coast begrüßte mich schließlich ein flammender Sonnenaufgang – der wohl schönste meines Lebens, bisher…

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In meinem Projekt assistierte ich im Basketballtraining oder leitete auch manchmal selbst eine Trainingsgruppe. Allen war in erster Linie wichtig, den Kindern ein Lachen zu geben. Da zeigte Papa seine Tanzkünste, dort sprang Kwame auf die Schultern zum Huckepack und überall waren Kinder, die mich laut und fröhlich willkommen hießen in ihrem Land: Ich durfte Teilnehmen am ghanaischen Tanz des Lebens!

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Es gab auch ein Fotographie-Projekt, bei welchem ich einige Mädchen durch die Gemeinden Nima und Jamestown – Slums in Accra – führte, und wir mit gespendeten Kameras Fotos schossen. Die Bilder waren für einen Kalender gedacht, und aus dem Erlös wurde das Schulgeld für die Kinder bezahlt. Ich fragte die Kinder, was sie einmal werden wollten. Meistens hieß es dann Doktor oder Pilot, und manch einer wollte sogar Basketballspieler werden! Sie waren alle oft sehr engagiert, was durchaus Respekt verdiente.

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Nach zwei Monaten hieß es dann allerdings Abschied nehmen, von all den Kindern, die mir so ans Herz gewachsen waren. Abschied nehmen von den neuen Freunden, die ich gewonnen hatte, aus Kanada, England, Australien und etlichen anderen Ländern. Abschied nehmen natürlich auch von den Freunden aus Ghana. Was mir aber bleibt, sind diese wundervollen Erinnerungen und der Zauber Ghanas. Und vielleicht, eines Tages, komme ich wieder…

Johannes Steidele

Mehr zum Sport - Praktikum in Ghana

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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