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Un profe de Alemania

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Unterrichten in Argentinien von Jesper Wolfsteller

Eine Horde von Schülern sitzt tuschelnd auf ihren Stühlen und schaut mich an. Ich stehe an der Tafel neben der Lehrerin und höre ihr mit einem Ohr zu, während ich gleichzeitig versuche, den Schülern zuzuhören. Nach kurzer Zeit drehe ich mich vollständig zur Lehrerin um, weil ich doch nichts von den Schülern verstehe. Erstens sprechen sie zu schnell, zweitens ist mein Spanisch nicht perfekt, drittens sitzen sie zu weit weg und viertens ist es einfach zu laut in der Klasse, weil gerade jeder in diesem Raum spricht.

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Eine Horde von Schülern sitzt tuschelnd auf ihren Stühlen und schaut mich an. Ich stehe an der Tafel neben der Lehrerin und höre ihr mit einem Ohr zu, während ich gleichzeitig versuche, den Schülern zuzuhören. Nach kurzer Zeit drehe ich mich vollständig zur Lehrerin um, weil ich doch nichts von den Schülern verstehe. Erstens sprechen sie zu schnell, zweitens ist mein Spanisch nicht perfekt, drittens sitzen sie zu weit weg und viertens ist es einfach zu laut in der Klasse, weil gerade jeder in diesem Raum spricht.

Man kann auf verschiedene Arten unterrichten und es gibt verschiedene Methoden, mit seinen Schülern umzugehen. Ich war an zwei Schulen Englischlehrer. An der einen assistierte ich einer ausgebildeten Lehrerin, mit der ich besprach, dass ich auf einer freundschaftlichen Basis mit unseren Schülern umgehe und sie mich deshalb auch duzen durften. Ich war also mehr ein „schlauer“ Freund, der ihnen im Unterricht hilft, als ein Lehrer. An der anderen Schule, einer Grundschule, war ich mit einer weiteren Freiwilligen der einzige Lehrer im Raum. Hier musste ich als Autoritätsperson auftreten.

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Ich war nicht nur in Schulen Lehrer, sondern sogar ein Hockeylehrer von 72 Mädchen zwischen 4 und 13 Jahren! Wir spielten auf einem Sandfeld, auf dem man hin und wieder einen Grashalm finden konnte. Für viele dieser Mädchen war es der erste Monat, in dem sie spielten. Es machte allen riesigen Spaß, obwohl nur die Hälfte von dem funktionierte, was sie eigentlich machen wollten. Wir haben mehrere Turniere bestritten und waren gar nicht schlecht. Die Zeit mit diesen Mädels hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil ich mit ihnen viel witzeln und Blödsinn machen konnte.

Ich habe meine Zeit in Argentinien sehr genossen. Die Leute von Projects Abroad waren alle sehr nett, die anderen Freiwilligen waren immer fröhlich und das Unterrichten machte riesigen Spaß!

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Im Anschluß an meinen Freiwilligendienst ging ich noch für zwei Monate auf Reisen und bestaunte ein Land, das wirklich alles zu bieten hat: Steppe und unberührte Wälder, Wasserfälle und Gletscher, Berge und Ebenen und Temperaturen von 10 bis 50 Grad kann man alles im Sommer erleben. Ich habe mir viele Städte und sehr viel Landschaft angeschaut. Dieses Land ist etwas sehr Besonderes: Auch die Menschen, die ich traf, waren völlig anders als im kalten Deutschland. Ich konnte jede Person auf der Straße ansprechen, um nach dem Weg zu fragen, mich über Fußball zu unterhalten oder sogar über die Politik zu erkundigen.

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Und genau so nett war auch meine Gastfamilie: eine Mutter mit einer Tochter und drei Söhnen, wovon allerdings nur noch ein Sohn zuhause wohnte. Wir hatten immer viel Spaß in der Familie und hatten nie Probleme. Alle gingen aufeinander ein und respektierten sich gegenseitig. Nach spätestens einer Woche wurde diese Familie zu meiner Familie. So sagte ich „Mama“ und „Bruder“ und es fühlte sich an, als wäre ich schon immer in diesem Haus, dieser Familie und diesem Land.

Ich erinnere mich sehr gerne an diese Zeit zurück und werde so schnell wie möglich wieder zurückkehren. Und dann werde ich auf jeden Fall auch wieder meine Schulen besuchen. Dann wird dort wieder eine Horde sitzen, tief gebeugt über ihre Aufgaben und versuchen, Fragen über einen gerade gelesenen Text zu verfassen: „Wie war doch gleich die Vergangenheitsform von „to do“?“ „Profe, profe!“, „Si, que?“, „Porfa veni!“. Diesen Satz von meinen Schülern werde ich am meisten vermissen, wenn sie mich riefen, weil sie Hilfe brauchten..

Jesper Wolfsteller

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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