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Unterrichten in Costa Rica von Jan Kreienbaum

Nach meinem langen Flug von Düsseldorf, über Newark nach San Jose, war ich sehr müde und ließ mich direkt im Hotel ins Bett fallen. Am nächsten Morgen gab es frische Früchte zum Frühstück und dann ging es nach Liberia, meine Heimat für die nächsten 3 Monate. Nach weiteren 4 Stunden Busfahrt hatte ich es dann endlich geschafft. Während der Fahrt konnte ich schon einen ersten Blick auf das Landesinnere Costa Ricas werfen und war überwältigt.

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In Liberia angekommen wurde ich zu meiner Gastfamilie gebracht, wo ich von meinen Gasteltern sehr herzlich begrüßt wurde. Schnell stellte sich heraus, dass das bisschen Spanisch, das ich bisher konnte, bei weitem nicht ausreichte. Dennoch gaben sich meine Gasteltern sehr viel Mühe, sich mit mir zu unterhalten, wodurch mein Spanisch auch in kurzer Zeit schon wesentlich besser wurde. Auch meine Gastgeschwister, die sehr gut Englisch sprachen, so wie ein weiterer Freiwilliger, der mit mir bei der Familie wohnte, halfen mir bei der Verständigung.

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In meiner Gastfamilie habe ich mich von Anfang an sehr willkommen gefühlt und schon bald fühlte ich mich dort richtig zuhause. Da meiner Gastmutter die Tanzschule in Liberia gehörte, hatte ich die großartige Möglichkeit, fast jeden Tag dort Tanzen zu gehen und lateinamerikanische Tänze zu lernen. Es hat sehr viel Spaß gemacht. So lernte ich viele Ticos (Costaricaner) kennen und knüpfte erste Freundschaften.

Ich unterrichtete Englisch in einer Schule im Nachbarort Bagaces, der ca. 30 Minuten mit dem Bus entfernt lag. Dort arbeitete ich mit einer Englischlehrerin zusammen und half ihr bei Aufgaben wie die englische Aussprache mit den Kindern zu üben oder das Korrigieren von Tests. Später übernahm ich sogar teilweise den Unterricht, was mir trotz etwas holprigem Spanisch doch recht gut gelang. Sehr schnell fiel mir auf, dass die Mentalität dort eine völlig andere ist. Es gab sehr viele freie Tage und viele Feste. Auch die Disziplin der Schüler war nicht das, was ich aus Deutschland gewohnt war. Dennoch waren die Kinder alle sehr lieb und ich habe die Arbeit dort sehr genossen.

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Während meines Aufenthaltes gab es zwei Wochen Schulferien. In dieser Zeit half ich bei der Renovierung eines Kindergartens, zusammen mit weiteren Freiwilligen und am Abend gab ich Englischunterricht für Erwachsene aus Liberia. Diesen Unterricht plante ich selbstständig und führte ihn zusammen mit einem weiteren Freiwilligen durch. Es war eine sehr gute Erfahrung, da sie mir ziemlich deutlich zeigte, wie viel Aufwand der Lehrerberuf mit sich bringt.

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In meiner Freizeit unternahm ich sehr viel mit den anderen Freiwilligen, die auch in Liberia waren. Wir trafen uns öfters abends, um in einer Bar ein paar Cocktails zu trinken und zu berichten, was es für Neuigkeiten gab. Manchmal gingen wir auch in einen der Clubs, wo vorwiegend lateinamerikanische Musik gespielt und Merengue oder Salsa getanzt wurde. Tagsüber traf man sich öfters im Café Liberia oder am Pool, um sich etwas abzukühlen.

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Die Freizeit kam nicht zu kurz. Allein in der Provinz Guanacaste, dessen Hauptstadt Liberia ist, gibt es sehr viel zu sehen. Zum einem gibt es eine Hand voll schöner Sandstrände, die man leicht mit dem Bus innerhalb einer Stunde erreichen kann, sowie den Surfstrand Tamarindo, wo ich meine ersten Surferfahrungen sammeln konnte. Zum anderen gibt es auch kleine Naturschutzgebiete mit Urwäldern, kleinen Vulkanen und Wasserfällen zu besichtigen – natürlich vorausgesetzt, man ist bereit ein paar Stunden zu wandern. Das ist es aber auf jeden Fall wert!

An den Wochenenden lohnt es sich, weitere Reisen zu unternehmen. Zum Beispiel in den Nationalpark Manuel Antonio, wo der Urwald direkt an einen wunderschönen Sandstrand anschließt, und man am Strand die Affen beobachten kann, oder Samara eine kleine Stadt am Meer, wo man einfach die Sonne genießen und abends feiern gehen kann.

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Eines meiner persönlichen Highlights war Monteverde, ein Nebelwald in den Bergen. Dort kann man die Natur genießen beim Wandern oder Reiten durch den Wald oder über die sogenannten „Tree Top Bridges“ durch die Baumkronen laufen. Für die Abenteuerlustigen gibt es Ziplining, Bungeespringen oder eine Nachtwanderung durch den dunklen Dschungel. Der Vulkan Arenal war auch sehr beeindruckend: In der Nähe machten wir Wildwasserrafting oder entspannten einfach in einer der unzähligen heißen Quellen.

Meine Zeit in Liberia ging viel zu schnell vorbei. Ich habe sehr viele Erfahrungen fürs Leben gesammelt und viele Freunde von überall auf der Welt kennengelernt. Es war einfach eine tolle Zeit, und ich kann wirklich jedem nur empfehlen, einmal im Leben eine solche Erfahrung zu machen.

Jan Kreienbaum

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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