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Weihnachtskekse und Glühwein bei 30 Grad im Schatten

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Unterrichten in Costa Rica von Silvana Deilen

Gerade erst raus aus der Schule und direkt ab an die Uni? Nein, das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte erstmal eine Auszeit nehmen und Abstand vom Alltag gewinnen. Da es mir schon immer Spaß gemacht hat, mit Kindern zu arbeiten, und ich gerne eine komplett neue Kultur kennenlernen wollte, entschied ich mich für einen dreimonatigen Freiwilligendienst in Costa Rica. Ich hätte vorher nicht damit gerechnet, dass diese drei Monate zu der unvergesslichsten, erlebnisreichsten und schönsten Zeit meines Lebens werden!

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Meine Ängste und Zweifel, die ich vor der Abreise noch hatte (z.B. ob meine Spanischkenntnisse auch ausreichen würden), verflogen sofort, als ich bei meiner Gastfamilie in Liberia ankam, denn dort wurde ich gleich vom ersten Moment an von purer Lebensfreude und Heiterkeit überwältigt. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und ab dem ersten Tag an vollkommen in die Familie integriert. Meine Gastmutter hätte sich nicht besser um mich kümmern können, denn sie las mir jeden Wunsch von den Augen ab und behandelte mich wie ihre eigene Tochter. So fühlte ich mich von Anfang an wie zuhause und zweifelte nicht eine Sekunde an meiner Entscheidung für Costa Rica. Vielmehr wusste ich schon am Anfang, dass ich hier am liebsten nie wieder weg wollte.

Das Haus meiner Gastfamilie lag sehr zentral, sodass ich innerhalb weniger Minuten im Zentrum von Liberia war, wo ich mich nach der Arbeit oftmals noch mit den anderen Freiwilligen zum Relaxen am Pool, zum Kaffeetrinken oder zum Eis essen traf. Liberia verfügt über eine super Busanbindung und man konnte mit dem Bus in nur 45 Minuten die Pazifikstrände erreichen. So kam es auch nicht selten vor, dass wir an einem kurzen Arbeitstag noch den Nachmittag am Strand verbrachten und nach Sonnenuntergang wieder mit dem Bus nach Hause fuhren.

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Da Liberia über ein sehr gutes Freizeitangebot verfügt, konnten wir unter der Woche auch abends noch sehr viel unternehmen. So wurden z. B. Tanzkurse angeboten, es gab ein schönes Kino, und neben verschiedenen Bars auch zahlreiche Sportangebote wie Fußball oder Fitnesscenter.

Auch kann ich positiv anmerken, dass auf die Organisation vor Ort stets Verlass war. Direkt im Zentrum von Liberia war das Projects Abroad Büro, welches ich locker zu Fuß erreichen konnte. Hier standen mir die Mitarbeiter stets mit Rat und Tat zur Seite, sodass mir bei Fragen, Unklarheiten oder Problemen sofort geholfen wurde. Selbst nachts war ein Mitarbeiter immer telefonisch erreichbar, was mir stets ein Gefühl von Sicherheit gab. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass Costa Rica ein sehr friedliches, stabiles und sicheres Land ist.

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Die Arbeit in der Schule machte mir von Anfang an sehr viel Spaß. Ich arbeitete in einer Grundschule und half dort im Englischunterricht von der 1. bis zur 4. Klasse. Am Anfang hatte ich noch etwas Angst, dass ich mit den Kindern nicht zurecht kommen würde, doch die Kinder machten mir die Arbeit durch ihre aufgeschlossene und neugierige Art sehr leicht, und ich schloss sie sofort in mein Herz. Ich machte zum Beispiel mit ihnen Vokabelspiele, korrigierte Klassenarbeiten und stellte Aufgaben vor oder half bei der Bearbeitung der Übungen. Die Zeit in der Schule verging jeden Tag wie im Fluge, und dadurch, dass mir die Lehrer im Laufe der Zeit immer anspruchsvollere Aufgaben zumuteten, fuhr ich jeden Tag wieder voller Erwartungen und Freude zu meinem Projekt.

Besonders schön war es, zu sehen, wie die Kinder sich jedes Mal wieder auf mich freuten und mich am liebsten gar nicht mehr gehen lassen wollten. Dies machte den Abschied von ihnen natürlich doppelt schwer und ich musste ihnen versprechen, dass ich sie auf jeden Fall so schnell es geht besuchen komme. Ich hatte das Gefühl, dass meine Hilfe im Projekt nicht nur dankend angenommen, sondern vor allem auch gebraucht wurde.

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Als die Schulen in den Weihnachtsferien geschlossen wurden, habe ich in Liberia zusammen mit anderen Freiwilligen einen Kindergarten komplett neu gestrichen und anschließend ein Ferienprojekt geleitet, in welchem wir einen Englischkurs für Kinder anboten. Ich fand es toll, dass Projects Abroad uns Freiwilligen diese Arbeit zumutete! Jedes dieser Projekte hat meinen Erfahrungshorizont erweitert.

Eines meiner persönlichen Highlights war natürlich, dass ich Weihnachten mit meiner Gastfamilie feiern durfte. Ich war sehr neugierig, wie das Weihnachtsfest in Costa Rica bei 30° im Schatten gefeiert wird und wurde von meiner Gastmutter voll und ganz in den Ablauf sowie in die Vorbereitungen (z.B. das Haus dekorieren) integriert. Ich durfte ein einmaliges Weihnachtsfest erleben und feierte eine Woche später mit meinen Gastbrüdern am Strand ins neue Jahr. Um meiner Gastfamilie einen Einblick in die deutsche Adventszeit zu geben, habe ich für sie Weihnachtskekse gebacken und sie mit deutschem Glühwein bei Sommertemperaturen ganz schön zum Schwitzen gebracht!

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Eines meiner persönlichen Highlights war natürlich, dass ich Weihnachten mit meiner Gastfamilie feiern durfte. Ich war sehr neugierig, wie das Weihnachtsfest in Costa Rica bei 30° im Schatten gefeiert wird und wurde von meiner Gastmutter voll und ganz in den Ablauf sowie in die Vorbereitungen (z.B. das Haus dekorieren) integriert. Ich durfte ein einmaliges Weihnachtsfest erleben und feierte eine Woche später mit meinen Gastbrüdern am Strand ins neue Jahr. Um meiner Gastfamilie einen Einblick in die deutsche Adventszeit zu geben, habe ich für sie Weihnachtskekse gebacken und sie mit deutschem Glühwein bei Sommertemperaturen ganz schön zum Schwitzen gebracht!

So würde ich allen Freiwilligen auf jeden Fall empfehlen, neben den Stränden und Nationalparks auch den Nebelwald „Monteverde“ zu besuchen, denn dort gibt es eine spannende „Canopytour“, bei der man in unglaublicher Höhe und nur durch Seile und Kabel befestigt wie Tarzan durch den Dschungel fliegt! Ich werde dieses Abenteuer niemals vergessen, da es einfach mit nichts zu vergleichen ist und man (wenn die Nervosität erstmal „verflogen“ ist) voll auf seine Kosten kommt. Wenn ich dann nach einem aufregenden Wochenende wieder nach Hause kam, musste ich natürlich erstmal meiner ganzen Gastfamilie von meinen Abenteuern erzählen. Beim Ansehen meiner Fotos staunte selbst meine Gastfamilie jedes Mal wieder über die Schönheit ihres eigenen Landes!

Durch das ständige Kommunizieren (nicht nur in der Schule, sondern vor allem auch zuhause in der Familie) hat mir schon nach einigen Wochen das Spanischsprechen keine Probleme mehr bereitet. Am Anfang war ich natürlich noch etwas zurückhaltend, doch schon nach sehr kurzer Zeit merkte ich, dass es wichtig war, einfach so viel wie möglich und ohne groß nachzudenken zu reden. So macht das Sprechen Spaß, und wenn die Verständigung problemlos klappt, fühlt man sich auch gleich noch mehr wie zuhause.

Allen zukünftigen Freiwilligen kann ich noch mit auf den Weg geben, dass ihr euch im Voraus echt keinen Kopf über eventuelle Probleme machen braucht, denn ihr werdet sehen, dass dies total unnötig ist. Klar muss man sich auf die Kultur der „Ticos“ (Costa Ricaner) einlassen und von vornherein mit einer offenen Haltung und Grundeinstellung auf die Leute zugehen. So sollte man sich z. B. darauf einstellen, dass die Einheimischen alles sehr locker und gelassen angehen („tranquilo“ – also „cool bleiben“ lautet oftmals das Motto) und sich durch nichts und niemanden stressen lassen. Die Uhren ticken dort im Paradies nun mal ein bisschen anders, sodass auch ein wenig Verspätung oftmals zur Tagesordnung gehört.

Ich habe durch meinen Auslandsaufenthalt gemerkt, das ich den westeuropäischen Luxus zum Leben nicht brauche, sondern dass mein persönliches Glück vielmehr von einer stets positiven und fröhlichen Lebenseinstellung abhängt. Ich habe gelernt, dass ich durch diese neue Einstellung auch mit dem, was ich habe, zufrieden sein kann. Um dieses Erlebnis „Costa Rica“ nachempfinden zu können, muss man es jedoch selbst erlebt haben! Also zögert nicht lange und wagt den Schritt – es wird sich auszahlen!

Silvana Deilen

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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