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Wo die Welt noch in Ordnung ist

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Unterrichten in Ecuador von Felicitas Krettek

Nachdem ich letztes Jahr mit 17 Jahren von der Schule abging, war mir klar, dass ich nicht gleich studieren wollte. Ein Jahr Pause, in dem ich machen konnte, was ich wollte, hatte ich vor mir. Ich wollte einen Monat in Südamerika Sozialarbeit machen. Mit zwei Freundinnen meldete ich mich für ein Unterrichtsprojekt auf den Galapagos Inseln in Ecuador an, und ehe wir uns versahen, saßen wir auch schon zusammen im Flieger in Richtung Ecuador.

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Am Flughafen auf San Cristóbal erwartete uns schon Andrea, eine Mitarbeiterin aus dem Projects Abroad Büro. Nachdem wir mit dem Taxi ungefähr 1 Minute gefahren sind, waren wir dann auch schon da. Die Hafenstadt Puerto Baquerizo Moreno ist sehr überschaubar mit nur 6.000 Einwohnern – fast die Hälfte davon sind Kinder! Wir konnten dort eigentlich alles zu Fuß erreichen und brauchten nur für längere Strecken ein Taxi, wie z.B. zum Regenwald oder zu der Riesenschildkröten-Station.

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Die ersten Tage durften wir uns erst einmal einleben und beim Unterricht in einer Sprachschule für Kinder zuschauen. Sehr bald waren wir dann auch schon auf uns allein gestellt. Eine andere Freiwillige war gerade abgereist, und wir übernahmen zu dritt ihre zwei Klassen. Nach der Schule bzw. nach dem Mittagessen kamen die Kinder zu ihrer Englischstunde in das Büro. Der Unterricht ging von 15.00 bis 20.00 Uhr und war in 5 Stunden aufgeteilt.

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Wir konnten sehr kreativ werden was die Unterrichtsgestaltung anging. Wir hatten keine Themen vorgegeben bekommen und konnten frei aussuchen was wir den Kindern beibringen wollten. Wir fingen also gleich mit dem Thema „Reisen“ an, da wir den Kindern so ein wenig Perspektive geben konnten. Und da haben sie gleich noch ein bisschen Erdkunde-Unterricht dazu bekommen. Teilweise war es erstaunlich, was die Kinder mit 14 Jahren noch nicht wussten, da das Schulsystem in Ecuador nicht sehr gut ist. Mittlerweile wissen die Schüler aber, wo Europa, Asien und vor allem Deutschland sind! Die älteren Schüler schauten mit großen Augen und hörten gespannt zu, als wir über Metropolen wie New York City, London oder Sydney berichteten.

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Auch die Schüler kennenzulernen war natürlich ein Spaß für sich. Der größte Held auf der Insel ist ganz klar Justin Bieber, aber wer der US Präsident ist, wissen sie wahrscheinlich nicht. Es ist ein einfaches Leben, und die Menschen, die wir trafen, wissen vermutlich nicht, was sie da draußen in der Großen Welt vielleicht alles verpassen. Aber gerade das machte sie so liebenswürdig: Sie waren glücklich mit dem, was sie hatten, und vor allem mit ihrer Familie. Das Familienleben war von äußerster Wichtigkeit und wurde immer in den Vordergrund gestellt. Wir wurden in unserer riesigen Familie sofort herzlich aufgenommen. Bis zum Ende wussten wir nicht genau, wer jetzt eigentlich zur Familie gehörte und wer nicht, denn beim Mittagessen waren täglich so um die 12 Leute da: Es war also immer etwas los!

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Sie konnten alle kein Englisch, und so wurde natürlich unser Spanisch enorm gefördert. Die 2 Mahlzeiten, die wir mit der Familie an einem Tisch einnahmen, waren eine richtige Herausforderung, denn wir mussten uns auf das Spanisch sehr konzentrieren. In unserer Familie wohnte noch ein weiterer Freiwilliger von Projects Abroad aus Norwegen und ein amerikanischer Student. So lernten wir ständig neue Leute kennen. Überhaupt waren auf der Insel viele Freiwillige und Studenten: Also, auch wenn man alleine verreist, ist man nie allein!

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Unsere Freizeit haben wir meistens am Strand und, wenn es zu heiß war, im Bett mit einem guten Buch verbracht. Ich habe in 4 Wochen 10 Bücher gelesen, und das ist mein ganz persönlicher Rekord! Auch in Sachen Sonnenbrand und Mückenstichen haben wir ganz neue Rekorde aufgestellt. Also: Immer schön aufpassen, dann passiert Euch das nicht!

Während dieses einen Monats habe ich sehr viel gelernt und viele tolle Erfahrungen gemacht. Vor dem Abflug war ich ein bisschen nervös, weil ich nicht wusste was mich genau erwarten würde. Im Nachhinein war die Aufregung ganz umsonst. Alles war viel schöner, lustiger und die Leute noch netter, als ich erwartet hatte. Ich würde jederzeit noch einmal solch ein Abenteuer mitmachen. Vor allem, weil auf San Cristóbal die Welt noch in Ordnung ist, kann man dort der „wirklichen Welt“ sehr gut entfliehen.

Felicitas Krettek

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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