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Galápagos – Paradies in Ecuador

ecuador-sonnenuntergange

Unterrichten in Ecuador von Monika Wojciechowska

Es ist erstaunlich, wie viele Leute schon von den Galápagosinseln gehört haben, aber kaum einer weiß, dass die Inseln zu Ecuador gehören.

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Mir war das auch nicht ganz klar, bis ich mit Projects Abroad einen zweimonatigen Freiwilligendienst dort gemacht habe.

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Nach dem Abi wusste ich, dass ich ab Oktober direkt mit der Uni beginnen würde, doch vorher wollte ich etwas "gap year"-ähnliches machen - Menschen helfen, mein Spanisch verbessern und gleichzeitig die Sommerferien meines Lebens haben.

ecuador-strand

Das Projekt "Unterrichten“, auf den Galápagosinseln erschien mir dafür ideal. Auf der Insel San Cristóbal habe ich englisch unterrichtet. San Cristóbal ist die östlichste der Galápagos-Inseln. Der höchste Punkt der Insel ist ein erloschener, stark erodierter Vulkan, der 730 Meter hoch ist.

ecuador-freizeit

Montags bis freitags habe ich jeweils drei Stunden im Rahmen des „Community Projects“ unterrichtet. Ich war für drei Klassen mit Kindern im Alter zwischen 5 und 13 Jahren zuständig und durfte für diese teilweise allein, aber meistens mit einem anderen Freiwilligen zusammen, den Unterricht gestalten. Dabei haben wir englische Vokabeln und Kinderlieder wie "Head, Shoulders, Knees and Toes" eingeübt. Es war zunächst sehr herausfordernd, die Schüler unter Kontrolle zu halten, mit der Zeit habe ich mich aber an die Verantwortung gewöhnt und wusste, wie ich mit jedem einzelnen Kind umgehen muss. Oft gab es lustige Situationen: Einmal dachten die 5-Jährigen, dass „Knees and“ Knie heißen würde. So haben wir auch Aussprache geübt.

ecuador-galapagosinseln

Meine Freizeit verbrachte ich entweder am Strand oder mit der Unterrichtsvorbereitung mit meinen Co-teacher. Manchmal haben wir auch beides verbunden oder gingen in eines der tollen Cafés an der Promenade und haben frischgepressten Furchtsaft getrunken.

Am schönsten auf San Cristobal fand ich, dass die Insel nicht sehr touristisch ist und ich morgens um neun den Strand nur mit 30 Seelöwen und 10 Darwinfinken geteilt habe. Die Schiffe im Hafen und der Sandstrand der Stadt sind hier fest im Besitz der Seelöwen.

In den Bäumen singen Vögel. Es sind Finken – Darwin-Finken – die es hier in 13 Arten gibt. Diese Vögel heißen so, weil einige Erkenntnisse der Evolutionslehre mit Charles‘ Darwins Besuch auf den Galápagosinseln begannen.

Weil fast die ganze Insel zum Nationalpark gehört, darf man sich den vielen dort freilebenden Tieren nicht auf weniger als zwei Meter nähern - die Tiere machten sich aber nichts draus. Ich musste mehrmals fliehen, wenn sich wieder ein Seelöwe über mein Handtuch hermachte. Oder mich ein Finke mit Futter verwechselte und attackieren wollte.

Während meines Aufenthaltes unternahm ich mit anderen Freiwilligen zusammen auch einen fünftägigen Ausflug auf zwei der anderen Inseln, Santa Cruz und Isabella. Dort durfte ich mit Haien schwimmen, sah Flamingos und erlebte zahlreiche Abenteuer. Letztendlich war ich jedoch sehr froh, zurück bei meiner Gastfamilie auf San Cristobal zu sein, ich hatte sie schon ziemlich vermisst.

Meine Gastfamilie hat schon seit mindestens zehn Jahren Freiwillige bei sich wohnen und deshalb viel Erfahrung. Wie alle Freiwilligen, die bei uns wohnten, wurde ich liebevoll in den Kreis der Familie aufgenommen und „hija“ – Tochter oder „hermana“ – Schwester, genannt. Mein Gastpapa konnte die kompliziertesten Sachverhalte wie die Beziehung von den Inseln zum Staat oder wie man eine Schildkröte töten kann, auf Spanisch so wiedergeben, dass jedermann sie verstand. Wenn sich zum Mittagessen die ganze Familie, einige ihrer Freunde und wir Freiwilligen versammelt hatten, waren wir nicht selten mehr als zehn Personen und mussten schon ziemlich an der Sitzordnung experimentieren. Das gesellige Zusammensein wurde perfekt durch die Kochkünste meiner Gastmama abgerundet: Die Highlights waren Ceviche (Nationalspeise, die auf in Zitronensaft gekochten Fisch oder Meeresfrüchten basiert) und Popcornsuppe, also eine Cremesuppe, in die man statt Croutons einfach Popcorn streut.

Einen der einprägsamsten Momente erlebte ich, als ganz plötzlich alle Mitglieder meiner Gastfamilie beim Tischdecken anfingen zu tanzen, singen und gemeinsam rumzualbern. So ein Gemeinschaftsgefühl habe ich nie zuvor erlebt. Ich kam mir als Europäerin ganz schön komisch vor.

Die zwei Monate auf den Galápagosinseln gehörten zu den besten meines Lebens. Ich empfehle es jedem.

Monika Wojciechowska

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