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Inmitten der Anden Englisch unterrichten

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Unterrichten in Peru von Simone Kainzner aus Mattighofen (Österreich)

Mit etwa 10 Wörtern Spanisch im Repertoire, keiner Ahnung von peruanischer Kultur und mit einer großen Abenteuerlust kam ich nach einem langen Flug endlich in Cusco an, wo mich eine Mitarbeiterin von Projects Abroad sehr herzlich empfing.

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Meine Gefühle während der ersten Stunden in Peru reichten von totaler Begeisterung vom Anblick der Anden, bis hin zu Schrecken, als ich in Cusco die zerfallenen Gebäude wahrnahm, während ich auf den reparaturbedürftigen Straßen unterwegs war, auf denen keine Verkehrsregeln zu gelten schienen. Weiter ging es zu meiner Gastfamilie in Pisac, die mich herzlich willkommen hieß und mir gleich mein Zimmer zeigte, das im 1.Stock lag. Mein Sprint nach oben war keine so gute Idee. Als ich dann fünf Minuten lang nach Luft rang, merkte ich erstmals, dass Pisac auf knapp 3000 Metern lag!

Zu meinem ersten Schultag begleitete mich Jorge, mein Betreuer von Projects Abroad. Er klärte mich zuerst über das peruanische Schulsystem auf und stellte mich dann der peruanischen Englischlehrerin Carol vor, der ich als Assistentin dienen sollte. Beim Betreten des ersten Klassenzimmers spürte ich die neugierigen Blicke der Schüler, die wohl nicht oft eine blasse, blauäugige Blondine zu Gesicht bekommen. Und schon wurde ich mit Fragen durchlöchert: Vor allem woher ich komme, wie alt ich sei und ob ich einen Freund habe.

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Mit Carol an meiner Seite sollte ich also den Englischunterricht etwas interessanter und kreativer gestalten. Viel Spaß bereitete den Schülern vor allem die Woche, als wir Pop Songs anhörten und Disney Movies auf Englisch ansahen. Die vorbereiteten Arbeitsblätter mit Lückentexten zu den Songs und Movies wurden zwar oft nur sehr spärlich ausgefüllt, aber dies war kein Problem, solange sie nachher Spaß am Mitsingen und Aufführen hatten.

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Eine große Herausforderung für mich war, ganz allein vor einer Klasse mit 30-40 Schülern zu stehen. Das war manchmal der Fall, wenn Carol andere Dinge zu erledigen hatte. Vor allem war es schwierig, mir als 19-Jährige den Respekt von 17-18-Jährigen zu verdienen. Aber irgendwie gelang es mir immer!

Während der zweiwöchigen Schulferien trafen sich alle „teaching volunteers“ in einem kleinen Ort namens Yucay, um den Freiwilligen des Inkaprojekts auszuhelfen; größtenteils erledigten wir archäologische, aber auch landwirtschaftliche Arbeiten. Außerdem halfen wir den Kindern im Dorf bei der täglichen Mundhygiene, was mich – ehrlich gesagt – wegen des schlechten Zustandes der Zähne etwas Überwindung kostete. Außerdem organisierten wir einen Spieletag im Park, bei dem wir uns um die Kinder kümmerten. Es berührte mich sehr, als ich von ein paar Kindern ein selbst gemaltes Bild als kleines Dankeschön geschenkt bekam!

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An einem anderen Tag machten wir alle eine mehrstündige Wanderung in die Berge. Der Anstieg war hart, vor allem für jene Freiwilligen, die erst kurz zuvor in Peru angekommen waren und sich noch nicht richtig an die Höhe gewöhnt hatten. Doch die Mühe lohnte sich und wir wurden mit einem traumhaften Blick auf das Ziel belohnt: ein wunderschöner, glasklarer Bergsee in einer wunderschönen Umgebung.

Diese zwei Wochenenden, aber auch die wöchentlichen und monatlichen Treffen halfen, viele tolle Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen, die aus denselben Gründen in Peru waren und im Prinzip dieselben Ziele und Ambitionen hatten. So war es sehr leicht, Kontakte zu knüpfen und sich für die Wochenenden zusammenzuschließen, um gemeinsame Ausflüge zu unternehmen.

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Sehr froh war ich auch mit meiner Gastfamilie, die sich sehr liebevoll um mich kümmerte, auch wenn es anfangs noch ziemliche Verständigungsschwierigkeiten gab. Doch nach ein paar Wochen kam eine weitere Freiwillige und wohnte bei meiner Gastfamilie. Auch sie sprach kein Spanisch. Als ich zwischen ihr und meiner Gastfamilie übersetzte, wurde mir erst bewusst, dass ich schon Einiges dazugelernt hatte, und da war ich natürlich sehr stolz! Zuhause wurde oft gefeiert und getanzt, und besonders mit den Gastgeschwistern wurde es nie langweilig.

Ich bin sehr stolz, so viele Dinge geschafft zu haben, obwohl ich zum Beispiel anfangs gar kein Spanisch sprach. Ich habe Herausforderungen gemeistert, von denen ich niemals glaubte, sie meistern zu können, und genau deswegen war mein Freiwilligendienst und insgesamt mein Aufenthalt in Peru so speziell und wertvoll für mich.

Simone Kainzner

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