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Alle waren neugierig und durchlöcherten mich mit ihren Fragen

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Unterrichten in Südafrika von Luisa Brecht

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Nach einem langen Flug mit Zwischenstopp in Dubai hatte ich mein Ziel erreicht: Kapstadt, Südafrika. Mit einem Gemisch aus Vorfreude und Ungewissheit verließ ich das Flugzeug und wurde nach der Passkontrolle sogleich von Denver, einem lokalen Projects Abroad Mitarbeiter, in Empfang genommen. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu meiner Gastfamilie, bei der ich insgesamt zweieinhalb Monate verbringen würde. Während der Fahrt ließ ich die ersten Eindrücke der Stadt auf mich wirken.

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Als wir nach einer gefühlten Ewigkeit bei meiner Gastfamilie ankamen, stieg mein Puls schlagartig in die Höhe. Da waren sie, meine Gasteltern, zwei liebenswerte Menschen, die mich mit einer herzlichen und offenen südafrikanischen Art begrüßten und mir mein neues Zuhause zeigten. Die obere Etage stand ausschließlich den Freiwilligen zur Verfügung, inklusive Badezimmer, Lounge und Balkon.

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Nachdem ich mich kurz ausgeruht hatte, kamen ein paar Freiwillige von ihrem Projekt nach Hause und luden mich auf eine spontane Stadttour ein. Am Abend lernte ich noch weitere Freiwillige aus England, Frankreich, Holland, Australien und der Schweiz kennen. Am nächsten Tag erhielt ich von Projects Abroad eine Einführung. Ein Mitarbeiter zeigte mir mein Projekt, die öffentlichen Verkehrsmittel, das Postamt, eine Bank und noch vieles mehr in den Vororten. Nun konnte ich es kaum erwarten, den ersten Tag in der Schule zu verbringen!

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Am folgenden Tag war es so weit, ich ging zum ersten Mal in die Grundschule, wo ich von nun an den Unterricht begleiten würde. Sie lag nur eine Straße von meiner Unterkunft entfernt. Auf den ersten Blick fiel mir die Einfachheit des Gebäudes auf, und auch die Klassenräume waren nur mit alten Holzschulbänken und einer Tafel ausgestattet. Nach einem Gespräch mit dem Schulleiter betrat ich voller Erwartungen den Klassenraum der mir zugeteilten Klasse 5B. Zugleich stürmten einige der zehn- bis dreizehnjährigen Schulkinder auf mich zu und umarmten mich. Natürlich waren alle neugierig und durchlöcherten mich mit ihren Fragen, bevor ich zusammen mit der Klassenlehrerin Mrs. Joshua den Unterricht begann.

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Zu Beginn meines Projekts half ich der Klassenlehrerin, den Unterricht vorzubereiten und Klassenarbeiten zu korrigieren. In der folgenden Woche stand ein kleiner Ausflug zum nahegelegenen Strand an, bei dem ich die Kinder begleitete. Dies war eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Kinder besser kennenzulernen, und auch sie freuten sich sehr, gemeinsam mit mir Rugby zu spielen oder Fotos zu machen.

In den nächsten Wochen änderte sich meine Rolle in der Schule ein wenig. Da viele der Schüler dem Unterricht nicht folgen konnten, und auch nur sehr Wenige ihre Hausaufgaben machten, betreute ich nun individuell diejenigen, die Probleme mit dem aktuellen Unterrichtsstoff hatten. So ging ich zum Beispiel während der Stillarbeit durch die Klasse und schaute, wer Schwierigkeiten mit dem Lesen der Uhr hatte.

Hinzu kam, dass ich ab sofort den Sportunterricht leiten durfte und wir abwechselnd Rugby, Fußball und andere Ballsportarten spielten. Obwohl es manchmal schwierige Tage in der Schule gab, an denen die Kinder nicht zuhören wollten und ich mich vergebens darum bemühte, ihnen doch etwas beizubringen, wurde ich für die Kinder zu einer Freundin. So wurde es zum alltäglichen Ritual, gemeinsam mit meinen Schülern nach Hause zu gehen und mit ihnen auf dem Nachhauseweg Scherze zu machen. Am Ende meines Projektes hatte ich sie allesamt in mein Herz geschlossen!

Natürlich wollte ich während meines Aufenthaltes auch das Land und andere Freiwillige kennen lernen. Und so nahm ich zum Beispiel an einem fünftägigen Ausflug entlang der südafrikanischen Küste teil. Hierbei knüpfte ich Freundschaften zu Freiwilligen aus anderen Projekten. Gemeinsam trafen wir uns zum Lunch in der Stadt, gingen zusammen in verschiedene Museen, um die Geschichte Südafrikas besser zu verstehen, nahmen an Karaoke-Wettbewerben teil und probierten neben vielen anderen Unternehmungen auch das Wellenreiten im atlantischen Ozean aus.

Im Nachhinein war dieser Auslandsaufenthalt eine Erfahrung, die mir zum Einen die südafrikanische Kultur und das Leben von Kindern, die noch immer die Folgen der Apartheid zu spüren bekommen, näher brachte, aber zum Anderen auch Freundschaften zu einer wunderbaren Gastfamilie und Freiwilligen aus aller Welt ermöglichte!

Luisa Brecht

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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