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„Leuchtende Kinderaugen im Klassenzimmer“

Das bin ich

Unterrichten in Thailand von Selina Blumer

In Thailand unterrichtete ich für einen Monat an einer öffentlichen Schule von Ao Nang Englisch. Gleich am ersten Tag wurde ich sehr herzlich empfangen und hatte Gespräche mit dem Direktor der Schule und anderen Lehrern. Dabei war ich wirklich froh, dass mich eine Mitarbeiterin von Projects Abroad begleitete und das Wichtigste auf Englisch übersetzen konnte. Am nächsten Tag hatte ich das Glück, dass ein anderer Freiwilliger bereits an der Schule unterrichtete, und wir somit zusammen die Unterrichtsstunden vorbereiten und besprechen konnten.

Im Klassenzimmer

Wenn ich, wie jeden Morgen, mit meinem Fahrrad über die staubige Strasse holperte, hörte ich schon von weitem die Kinderrufe: „Hello teacher!!!“ Alle kamen angelaufen begrüßten mich mit innigen Umarmungen. Sie waren stolz, mit mir an der Hand zum Lehrerzimmer zu laufen. Einige Kinder versuchten mir mit Händen und Füßen, oder auch auf thailändisch, von ihrem Alltag zu berichten. Andere strahlten mich einfach an und hüpften kichernd neben mir her. In den Zimmern angelangt, zeigten sie mir selbst gemalte Bilder, die ich sehr lobte. Nach jedem „Oh, that`s so nice!“ oder „Wow, well done!“ leuchteten ihre Augen. Einige Bilder wurden rührender Weise auch speziell für mich als Geschenk angefertigt. Alle versuchten, uns Freiwilligen mit einer unglaublichen Ausdauer und Geduld, thailändisch beizubringen. Hierzu mussten wir Wörter und kurze Sätze unzählige Male wiederholen, wobei wir die Bedeutung meist nicht kannten. Die ersten Versuche wurden natürlich mit grölendem, aber wohlwollendem, Lachen begleitet. Wenn wir dann am nächsten Tag die Sätze von uns aus wiederholten, schien uns wegen unserer miserablen Aussprache niemand zu verstehen.

Die Klassen hatten zwischen 25 und 40 Schülerinnen und Schüler. In den größten Klassen mussten sich die Kinder teils die Tische teilen, was zu erhöhter Unruhe führte. Die Jungs liebten es, sich gegenseitig in die Seiten zu boxen und zu stechen. Wenn ich dann mal ein Machtwort sprach, war ich dann beeindruckt vom Respekt, den mir die meisten Kinder mir entgegen brachten. Viele Kinder waren wirklich sehr interessiert und motiviert und das gab einem dann auch die Kraft, die Dinge viele Male zu wiederholen und zu erklären.

Zwei der Kinder

Sehr gut gefallen hat mir immer dir Mittagspause. Die Kinder holten sich ihre Essensportionen und setzen sich in ihren Klassen an die engen Holztische. Es wurde gebetet und einige Lehrer hielten Ansprachen bis das Essen kalt und die Kinder gelangweilt waren. Dann durften sie sich endlich über ihren Reis mit einem scharfen Curry stürzen.

Meine Kollegen freuten sich immer ganz besonders, wenn wir Freiwilligen etwas Scharfes probierten. Dabei wurden wir genau beobachtet und jedes Verziehen eines Gesichtsmuskels wurde registriert. Vor allem wegen der Mittagszeit erhielt ich einen ganz besonderen Einblick in die original thailändische Küche, sowie Bräuche, Sitten und Mentalität der Menschen.

Selina Blumer

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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