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"Meine Zeit in Togo"

Togo, Unterrichten Gastmutter

Englisch unterrichten in Togo von Amelie Schabl aus Mödling in Österreich

Als ich mit dem Flugzeug in Lomé ankam, konnte ich es noch gar nicht richtig abschätzen, was da nun in den nächsten Monaten auf mich zukommen würde. Am Flughafen empfing mich gleich ein Mitarbeiter von „Projects Abroad“ und als wir im Taxi durch die Stadt zu meiner Gastfamilie fuhren, konnte ich die vielen neuen Eindrücke gar nicht alle auf einmal verarbeiten. Die vielen bunten Gewänder, die vielen Ziegen und Hühner, die vielen Werbeplakate in einer anderen Sprache, die teilweise für die – für mich – ungewöhnlichsten Dinge warben und die vielen Leute, die meistens ihre Sachen auf dem Kopf trugen – ich konnte mich gar nicht satt sehen.

Togo, Unterrichten Gastfamilie

Beim Haus angekommen, lernte ich sogleich meine Gastfamilie kennen: Ich wohnte mit einer Gastmutter namens Brigitte und 3 anderen jungen Frauen zusammen, die mehr oder weniger meinem Alter entsprachen. In einem anderen Haus am gleichen Grundstück wohnte noch der Bruder von Brigitte mit dessen Frau und deren fünf Kindern. Die Kinder waren 16, 7, 5, 5 und 3 Jahre alt. Mit dem siebenjährigen George und den beiden 5-jährigen Zwillingen verstand ich mich sofort sehr gut und spätestens nach einem gemeinsamen Fußballspiel und gemeinsamen Gesängen waren wir unzertrennlich. Mit der ältesten Tochter verstand ich mich auch bald sehr gut, nur mit der 3 jährigen Inès hat es beinahe 2 Wochen gedauert, bis auch sie mir vertraute. Wie ich bald feststellte, gab es mehrere kleine Kinder, die augrund meiner – für sie – ungewöhnlich hellen Hautfarbe Angst vor mir hatten. Manche Kinder reagierten aber auch genau gegensätzlich, in dem sie mich ganz aufgeregt grüßten und teilweise meine weiße Haut und meine hellen Haare berühren wollten.

Togo, Unterrichten klasse

Es war auch sehr interessant für mich zu sehen, wie „meine“ Schüler auf mich reagierten. Ich unterrichtete mit einer lokalen Englischlehrerin zusammen in 4 verschiedenen Klassen Englisch an einem College. Ich hatte eine 4. Klasseund drei 5. Klassen. Die Klassen bestanden aus je ungefähr 65 Schülern im Alter zwischen 11 und 22 Jahren, wodurch es für mich manchmal gar nicht so einfach war, den Respekt zu bekommen. Für mich war es sehr wichtig, den Respekt der Schüler nicht zu verlieren. Die meisten Lehrer verschafften sich ihren Respekt notfalls auch mit Schlägen, was in Togo toleriert wird. Solche Maßnahmen kommen für mich nicht in Frage, also musste ich umso mehr eine klare Linie zwischen Schülern und Lehrern ziehen, die von den Schülern letztendlich auch akzeptiert wurde. So konnte ich im Laufe meiner Arbeit nicht nur an der Tafel schreiben oder Zwischenfragen stellen, sondern auch selbst erklären und wirklich unterrichten sowie beim Erstellen von Tests helfen und durfte diese auch korrigieren.

Togo, Unterrichten verkehr

Gerade im ersten Monat hatte ich noch einige Probleme mit meinem Französisch, da ich es nur vier Jahre in der Schule gehabt hatte und vor allem in meiner Gastfamilie nicht jeder Englisch konnte. Noch dazu kamen der ungewöhnte Akzent der Togolesen sowie die Tatsache, dass diese untereinander in einer anderen Sprache redeten. Französisch ist in Togo zwar die Amtssprache, es gibt aber noch eigene Sprachen und im Süden Togos ist die weitverbreitetste Sprache „Ewe“. Meine „Ewe Kenntnisse“ blieben leider eher beschränkt, aber mein Französisch verbesserte sich sehr rasch. Durch einen zusätzlich Französischunterricht am Nachmittag machte ich viele Fortschritte und so konnte ich nach zwei Monaten auch manchmal im Unterricht mit den Schülern auf Französisch reden, wenn der Lerninhalt unklar war.

Togo, Unterrichten freiwillig

Am Wochenende unternahm ich immer etwas mit anderen Freiwilligen, sodass ich im Laufe der Monate auch einiges von Togo, aber auch von Ghana und Benin sah. Diese „kleinen Reisen“ waren jedes Mal sehr interessant und unvergesslich. Durch solche Erlebnisse hatte ich bald das Gefühl nicht nur eine fürsorgliche Gastfamilie zu haben, sondern auch einige Freunde.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass die Zeit für mich in Togo unvergesslich war und ich diese Reise jeder Zeit wiederholen würde. Außerdem bekam ich nicht nur viele neue Eindrücke und Erfahrungen, sondern lernte auch viele neue Leute kennen, mit denen ich auch sicherlich noch Jahre nach meiner Reise in Kontakt bleiben werde. Des Weiteren lernte ich natürlich auch viel über mich selber, dadurch, dass ich zum ersten Mal wirklich auf mich allein gestellt war. Ich erlangte Erfahrungen, die ich ohne eine solche Reise vielleicht niemals hätte machen können.

Amelie Schabl

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