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Erwartungen übertroffen

Mein Radioteam

Journalismus in Argentinien von Vanessa Böse

Wasserfälle

Abi und jetzt? Für mich war klar, dass ich auf Uni oder Ausbildung noch gar keine Lust hatte – ich wollte viel lieber etwas von der Welt sehen. Da mein späterer Berufswunsch schon vor meiner Reise feststand, kam mir das Journalismus-Projekt in Argentinien gerade recht.

Weihnachten mit meiner Gastfamilie

Ich hatte sehr viele Erwartungen, bevor ich in ein mir völlig fremdes Land reiste. Und meine Erwartungen wurden alle erfüllt oder sogar noch übertroffen! Ich hatte eine ganz tolle Gastfamilie, die mir das Gefühl, gab ein Teil der Familie zu sein. Mit ganz viel Geduld wurden mir alle Gebräuche und Gewohnheiten vorgestellt und erklärt – und durch meinen Gastbruder fand ich sehr schnell Kontakt zu Einheimischen. Aber auch der Kontakt zu anderen Freiwilligen war schnell hergestellt. Manchmal teilte man sich ein Zimmer oder lernte sich auf den monatlichen Freiwilligentreffen kennen und knüpfte so Freundschaften zu Menschen aus der ganzen Welt.

Meine besten Freunde lernte ich jedoch bei meiner Arbeit kennen. An meinem ersten Tag war ich noch sehr nervös und wusste nicht was mich erwartet, ob ich das mit der Sprache schaffe und ob ich deren Erwartungen gerecht werde. Jedoch wurde ich so herzlich aufgenommen, dass alle Zweifel schon bei der Begrüßung verflogen waren. Oft kam ich schon früher zur Arbeit, um in der Mittagspause noch zu quatschen oder mit meinen Arbeitskollegen zu essen. Abends wurde ich fast jede Woche zum asado (Grillen – nur viel, viel besser) eingeladen. Aber nicht nur die Menschen machten mein Projekt zu einem tollen Erlebnis. Ich arbeitete in einem Radio und durfte alles machen, was ich wollte. Mir wurden alle Programme erklärt, ich ging auf die Straße und machte Interviews - und vor allem war ich mit dem Radiosprecher ständig auf Sendung. Das ich dies machen konnte, hatte ich vor allem meiner Spanischlehrerin zu verdanken. Ich hatte 60 Stunden Einzelunterricht und wirklich sehr viel Spaß am Lernen. Wir gingen in den Supermarkt, Mittag essen oder kochten bei ihr zu Hause. Für mich war sie aber nicht nur eine Lehrerin, sondern auch eine gute Freundin. Ich kam zu der Kommunion ihrer Tochter und feierte sogar Weihnachten mit ihrer ganzen Familie!

Meine Spanischlehrerin ist ein weiteres Beispiel für die Warmherzigkeit und die Hilfsbereitschaft der Leute in Argentinien. Aber nicht nur die Menschen, sondern auch das Land selbst, hat viel zu bieten. Neben der Hauptstadt Buenos Aires und Las Sierras de Córdoba fand ich die Wasserfälle von Iguazú sehr beeindruckend. Die Projekte ermöglichen es jedem, ein bisschen zu reisen –und ich würde auch jedem empfehlen, dies zu tun. Sonst bleiben einem auch immer noch die Wochenenden, um sich das Haus von Che Guevara anzuschauen, die Instancias Jesuiticas zu besichtigen, in den Bergen campen zu gehen oder in Cuesta Blanca faul in der Sonne zu liegen.

Mir hat meine Zeit in Argentinien wahnsinnig gut gefallen und ich werde auf jeden Fall zurück reisen, allein schon, um meine Gastfamilie und alle meine neuen Freunde wieder zusehen. Für meine Zukunft nehme ich meine Erfahrungen aus dem Radio mit und fühle mich in meinem Berufswunsch noch weiter bestärkt. Für alle, die ihre Reise noch vor sich haben, lohnt es sich, offen zu sein für all die Gebräuche, die einem am Anfang vielleicht noch ein bisschen komisch vorkommen. Ich habe es keine Sekunde bereut.

Vanessa Böse

Mehr zum Journalismus - Praktikum in Argentinien

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