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“Im Restaurant des Parlaments mit dem Enkelsohn Mandelas“

Südafrika Journalismus Kapstadt

Journalismus – Praktikum in Südafrika von Lukas Werthenbach

Südafrika Journalismus Mandela

Ich kam an einem wunderschönen Tag im Februar in Kapstadt an. Es herrschten 30°C und keine Wolke war am Himmel. Vom Flughafen wurde ich zum Projects Abroad Office gebracht, wo mich die Angestellten von Projects Abroad warm und nett empfingen.Mir wurde gleich der Stadtteil Newlands gezeigt: eine Apotheke, eine Post und andere wichtige Einrichtungen. Außerdem bekam ich ein Handbuch mit wichtigen Tipps zum Leben in Kapstadt, was mir ein sicheres und gut aufgehobenes Gefühl gab. Danach lernte ich meine Gastfamilie und meine Mitbewohnerin, auch eine Freiwillige von Projects Abroad, kennen. Auch hier hießen mich alle herzlich willkommen und ich verstand mich auf Anhieb gut mit meiner „neuen Familie“. Ich war froh, eine Mitbewohnerin zu haben, die schon seit einigen Monaten hier war; sie stellte mich direkt an meinem ersten Abend zahlreichen anderen Freiwilligen aus aller Welt vor.

Südafrika Journalismus Tafelberg

Montags holte mich Dana von Projects Abroad ab, um mich zu meiner Praktikumsstelle zu begleiten. Ich freute mich darüber, dass die Redaktion der Tageszeitung „Daily Voice“ direkt in der Innenstadt, im „Herzen“ Kapstadts liegt. An meinem ersten Arbeitstag bei der „Daily Voice“ wurde ich zunächst einem Großteil der dort arbeitenden Journalisten vorgestellt, die mir sehr locker erschienen. Jeder stellte sich mir lediglich mit seinem Vornamen vor, selbst der Chefredakteur der Zeitung – und die „Daily Voice“ ist nicht irgendeine Zeitung; sie gehört zu den meistgelesenen Zeitungen Kapstadts!

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In den folgenden Tagen gewöhnte ich mich schnell an meinen neuen Alltag und ich fühlte mich auch an meinem Arbeitsplatz immer wohler. Ich durfte die Reporter zu spannenden „Stories“ begleiten – die „Daily Voice“ hat den Anspruch, eine Stimme für die arme Bevölkerung Kapstadts darzustellen und berichtet daher besonders viel über Verbrechen und andere Vorfälle in den Townships. Mein schönstes Erlebnis war, als wir zum Parlament gingen, um über ein Treffen ausgewählter Bürger mit Präsident Jacob Zuma zu berichten. Nach diversen Sicherheitskontrollen kamen wir bis ins Konferenzzimmer des Parlaments, um auf den Präsidenten zu warten, was für mich definitiv eines der „Highlights“ war. Als Krönung dieses Erlebnisses traf ich beim anschließenden Mittagessen im Restaurant des Parlaments den Enkelsohn Nelson Mandelas, Chief Mandla Mandela, der auch sofort für ein Erinnerungsfoto bereit war. Nach einiger Zeit machte ich bei den Interviews meine eigenen Notizen, um so beim späteren Verfassen der „Story“ mitzuwirken. Einige Artikel über die anstehende Fußballweltmeisterschaft durfte ich sogar selbst schreiben.

Südafrika Journalismus Loewe

In meiner Freizeit habe ich die meiste Zeit mit vielen anderen Freiwilligen von Projects Abroad verbracht. Die wöchentlich organisierten „socials“ sind eine gute Gelegenheit, andere kennenzulernen. So sind wir zusammen auf den „Lions Head“ und natürlich auch auf den berühmten Tafelberg geklettert. Nicht selten haben wir gemeinsam das Nachtleben Kapstadts erkundet, was immer ein großer Spaß war. Immer wenn ich aus irgendwelchen organisatorischen Gründen im Büro von Projects Abroad war, fragte mich Dana, ob es irgendwelche Probleme gab oder irgendetwas, wobei ich Hilfe bräuchte und man merkte wirklich, dass sich hier um das Wohlergehen jedes einzelnen Freiwilligen gekümmert wurde. Nach acht Wochen Kapstadt hieß es dann „Good Bye, Cape Town“. Ich reiste mit einem guten Freund aus Deutschland entlang der Garden Route nach Port Elizabeth, um noch mehr von diesem wundervollen Land zu sehen. Wir besuchten den berühmten „Addo Elefant Park“ und machten eine Safari, bei der wir Löwen, Nashörner und viele andere wilde Tiere aus nächster Nähe sahen.

Nach nur zehn Wochen Südafrika fiel mir der Abschied wirklich schwer. Ich hatte so viele nette Menschen getroffen und mich an dieses Leben in solch einer tollen Umgebung gewöhnt…Insgesamt war das achtwöchige Praktikum bei der „Daily Voice“ ein riesiger Erfolg für mich – auf der einen Seite habe ich durch die Berichte aus den Townships Orte gesehen, die für gewöhnliche Touristen normalerweise im Verborgenen bleiben. Ich habe viele Menschen in den Townships erlebt und es war unglaublich zu sehen, was für eine Lebensfreude unter den Menschen dort herrscht. Des Weiteren war dieses Praktikum wertvoll für mich, da ich 19 Jahre alt bin und schon seit längerer Zeit beabsichtige, später als Journalist zu arbeiten und noch nie zuvor bei einer Zeitung gearbeitet habe. Nun habe ich eine Bestätigung, dass dies der richtige Beruf für mich ist und werde im Oktober ein Studium in Germanistik und Politikwissenschaften beginnen.

Lukas Werthenbach

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