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Meine Zeit in Rumänien

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Tanz - Projekt in Rumänien von Stella Reis

Eines schönen Tages war es endlich soweit, und ich startete meine 24-stündige Busreise von Nürnberg über Ungarn in das Land der Rumänen – genauer gesagt „Transilvanien“ – in die Stadt Brasov, wo ich nun ganze 3 Monate verbringen durfte. Ich war unheimlich aufgeregt. Schon die Fahrt war ein Abenteuer, da kaum einer der Mitreisenden meine Sprache konnte. Ich wurde aber schon im Bus herzlich umsorgt mit warmem Tee und freundlichen Gesichtern.

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Die Aufregung stieg dennoch, da ich vorher lediglich über E-Mail und wenige Telefonate mit meiner Gastschwester und anderen Mitarbeitern des Projekts Kontakt hatte. Ich hatte mich für das Tranzprojekt angemeldet. In meiner Heimat war ich seit eineinhalb Jahren als Logopädin tätig, und hatte somit etwas praktische therapeutische Erfahrung. Außerdem hatte ich zwei Bücher zum Thema Tanztherapie mit praktischen Übungsvorschlägen gelesen und sechs Jahre praktische Tanzerfahrung. Da wird doch wohl etwas von zu gebrauchen sein, sagte ich mir, um mich zu beruhigen.

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Als ich nun nach meiner Tagesreise am Busbahnhof in Brasov eintraf, wurde ich von zwei Projektmitgliedern in Empfang genommen und auf direktem Wege zu meiner Gastfamilie gebracht. Die Begrüßung war so herzlich und warm, mit gutem Essen und guter Laune, dass sich meine Aufregung ganz schnell legte. Den restlichen Tag hatte ich frei, um mich einzugewöhnen. Ich freute mich unheimlich, dass ich eine gleichaltrige Zimmergenossin hatte, die aus Kanada stammte. Wir waren ja beide in der gleichen Situation – fremdes Land, fremde Leute, neue Arbeits-Alltagssituation… – das schweißt natürlich zusammen!

Ich habe in meiner Zeit dort mit Waisenkindern in Heimen gearbeitet. Hierbei bin ich spielerisch an das Thema Tanzen herangegangen: mit leichten Choreographien zur Musik oder mit „Stop and Go“ Spielen, mit „Einfrieren“, wenn die Musik stoppt usw. Mit Schizophrenie-Patienten habe ich viel mit Körperwahrnehmung gearbeitet (z.B. Dinge erfühlen und ertasten lassen) oder Fantasiegeschichten erzählt und sie von den Teilnehmern beenden lassen. Bei den geistig und körperlich behinderten Menschen ging es mir vor allem um den Spaß an der Bewegung, der Wahrnehmung der Musik und der einfachen Verbindung zwischen Tanz und Musik. Zudem konnte ich an einer Tanzschule Workshops für Salsa-Studenten geben.

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Zu meiner großen Erleichterung war für mich ein Übersetzer vorgesehen, der mir sowohl bei der Sprache, als auch beim Umgang mit den einzelnen Gruppen helfen sollte. Meine erste Therapiestunde hatte ich also für zunächst völlig unbekannte Menschen mit unbekannten Schicksalen geplant. Würde die Sprache ein Hindernis sein? Würden sie meine Übungen annehmen und vielleicht sogar mögen?

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Nun ging es also los. Meine Gastschwester und ich fuhren mit dem Bus zu einer Tageseinrichtung für Menschen mit Schizophrenie. Mit kleinen Notizen, meinem iPod und Mini-Boxen bewaffnet, hielt ich meine erste Tanztherapiestunde auf Englisch. Es handelte sich um eine Gruppe von Frauen, welche aufmerksam zuhörten, großes Interesse und Freude daran hatten, meine Übungen durchzuführen und mit einem offenen und begeisterten Gemüt anschließend ihre Eindrücke und Erfahrungen mit mir austauschten. Ich war erstaunt und gleichzeitig gerührt, wieviel Freude und Spaß ich innerhalb der Gruppe auslöste. Alles lief wunderbar!

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Dies stärkte mich für eventuelle Hindernisse, die sich mir in dieser Zeit in den Weg legen könnten, und ich freute mich sehr auf die folgende Zeit: auf die Ausflüge mit den Projektmitgliedern, auf eigenständige Erkundungstouren durch Brasov und die umliegenden Ortschaften und natürlich auf meine Arbeit!

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Meine Zeit in Rumänien hat mich gleichzeitig nachdenklich, manchmal traurig, selbstsicherer und am Häufigsten sehr glücklich gemacht. Vor allem hat sie mich wieder ein Stück reifen und zu mir selbst finden lassen. Ein Freiwilligendienst mit Projects Abroad ist in meinen Augen ein sehr menschennahes und unheimlich herzliches und intensives Projekt – wenn man es zulässt! Somit kann ich jedem nur nahe legen, es einmal zu versuchen. Die Mitarbeiter sind sehr bemüht, es den Freiwilligen gut gehen zu lassen. Ich konnte mit jeder Sorge, die mich bewegte, an meine Leiterin herantreten, und traf stets auf ein offenes Ohr.

Vielen, vielen Dank für diese tollen Erfahrungen! I will keep them!

Stella Reis

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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