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Im Land der fröhlichsten Menschen

Hier bin ich mit einer Kollegin

Medizin in Ghana von Jaci Meinhold

Meine Erlebnisse in Ghana kann ich kaum in Worte fassen. Es war alles was ich mir erhofft hatte - und noch viel mehr. Ich wollte unbedingt nach Afrika, jetzt oder nie.

Mal weg, mal allen Stress, alle Erwartungen, allen Druck hinter mir lassen und etwas neues erleben!

Als ich dann in Accra gelandet bin, wurde von einem sehr gesprächigem Mitarbeiter von Projects Abroad empfangen. Am nächsten Morgen, in der Stadt Kofuridua, wurde ich meiner neuen Familie vorgestellt, herumgeführt, habe die ghanischen Restaurants ausprobien dürfen, das Krankenhaus gesehen und eine Stadtführung bekommen. Danach bin ich vor lauter Müdigkeit glücklich ins Bett gefallen.

Mit kleinen Patienten

Während meines gesamten Aufenthaltes habe ich komplett die Zeit vergessen:

Aus einer Woche wurden fast zwei Monate. Erschrocken habe ich festgestellt, dass die Hälfte der Zeit schon um war und ich nicht einmal an Zuhause gedacht hatte.

Jedes Wochenende sind wir verreist und haben die interessantesten Orte gesehen.

Alle Freiwilligen wurden brauner und entspannter, meine Haare wurden blonder und alle Frewilligen ein klein wenig dicker. Es hat mich überrascht, wie schnell und intensiv sich alle kennengelernt und ehrliche und tiefgründige Freundschaften aufgebaut haben. Ich erinnere mich, wie meine erste gute Freundin abgefahren ist und wir weinend dem Taxi nach winkten. Danach ging es erstmal in eine Bar um ein “Club” zu trinken. IN der gesamten Zeit habe ich so tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich immer noch in Kontakt bin.

Froehlich in Ghana

Auch meine Gastfamilie war großartig. Die Kinder haben uns kichernd beigebracht, wie ein Haushalt ohne fließend Wasser, Waschmaschine und Kühlschrank funktionert oder wie man sich in Twi verständigt. Wenn ich nachts lange ausgegangen bin (was nicht üblich war), oder etwas anderes unübliches in Ghana gemacht habe, dann stand mein Gastvater am nächsten Morgen da, lachte und schüttelte den Kopf und sagte: „Jaci, Jaci, Jaci, Jaci”.

Zum Abschied haben wir die Familie zum Essen in ein europäisches Restaurant eingeladen. Es war wunderbar, die skeptischen Gesichter über Pizza, Pommes, Spagetti Cabonara und Bolognese zu sehen oder wie die drei Kinder vorsichtig an der Suppe gerochen haben.

Medizinische Beratung in der Schule

Die Arbeit im Kankenhaus war nicht immer einfach. Ich habe Krankheitsbilder gesehen, die ich sonst nur aus Büchern kannte, und am Schwersten fiel es mir, die unterernährten Zwillingssäuglinge zu sehen. Zweimal in der Woche sind alle Medizinpraktikanten zu den Schulen im Umkreis gefahren und haben dort die Kinder versorgt. Für mich war das immer der schönste Teil der Arbeit.

Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich vor der Schule aus dem Bus gestiegen bin, vollgeladen mit Taschen. Auf einmal kamen so viele Kinder um die Ecke gerannt, griffen nach den Taschen, nahmen unsere Hände, oder versuchten auf unsere Rücken zu springen. So viele fröhliche, lachende und auf eine ganz besondere Art glückliche Kinder habe ich noch nie irgendwo gesehen. Nach dem Verpflegen der Schulkinder, habe ich es immer sehr genossen, ihre Lieder und Tänze zu lernen. Zugegeben das war für mich das Highlight des Tages. Mit drei lachenden Kindern auf dem Arm, Rücken und Schultern, in der Mitte einer größeren Gruppe zusammen zu singen und dazu zu tanzen.

Auf Safari

Abgesehen vom Arbeiten hatte ich auch zwei Wochen Ferien. Mit zwei meiner besten Freunde aus Kanada bin ich dann eine Woche in den Norden gefahren. Wir haben den Mole National Park besucht. So schön war es – ganz wie in einem Safari Film. Danach haben wir ein Affendorf besucht und sind vier Tage mit der Fähre über den Lake Volta wieder nach Kofuridua gefahren.

Meine andere Woche habe ich mit meiner schwedischen Freundin an der Küste verbracht. Wir haben das Stelzendorf besucht, das Elmina Castle besichtigt, sind Surfen gegangen, waren mal wieder im Regenwald und sind zum südlichsten Punkt Ghanas gefahren, um Wale zu sehen.

Ghana hat eine tolle Natur

Bei meiner Rückreise stieg ich mit strömenden Tränen ins Taxi und habe mich daran erinnert, was der nette Ghanaer mir bei meiner Ankunft gesagt hatte: „Niemand will hier gehen. Am Ende wirst du deine Eltern anrufen und sagen, dass du nicht nach Hause gehen willst. Alle lieben Ghana.”

Ganz so ist es bei mir nicht gewesen, aber nach zwei Wochen Berlin saß ich wieder im Flugzeug nach Ghana, um noch einmal Sonne zu tanken und die Küste zu genießen.

Ich kann nur zustimmen, dass Ghana das Land mit den freundlichsten Menschen ist, die ich je getroffen habe. Weder in Südamerika, in Asien, Nordamerika oder Europa habe ich es erlebt, das Menschen auf der Straße so selbstverständlich hilfsbereit sind und dir eine Stunde lang helfen, einen Rosinenladen zu suchen.

Alles in allem war dies eine der glücklichsten Reisen, die ich je gemacht habe. Ich habe unglaublich viel über mich selbst gelernt, Menschen allen Alters kennengelernt, mit denen ich diskutieren, lachen und entspannen konnte. Eine wunderbare Erfahrung, die ich jedem nur raten kann, und auf die ich unter keinen Umständen verzichten würde.

Jaci Meinhold

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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