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„Ghana – ein unbeschreibliches Erlebnis“

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Medizin - Praktikum in als Krankenschwester in Ghana von Julia Großmann

„Irgendwann will ich mal im Ausland arbeiten“. Das hab ich mir ganz oft gesagt. Jedoch hat es lange gedauert, bis ich mir meinen großen Traum verwirklicht habe. Ich habe vor 5 Jahren meine Ausbildung zur Krankenschwester erfolgreich beendet und dann erstmal in verschiedenen Krankenhäusern gearbeitet. Gereizt hat mich der Gedanke aber immer wieder. Also hab ich mich dafür entschieden, zwei Monate nach Ghana zu gehen. Das war dann einfach so ein Bauchgefühl, um das ich im Nachhinein sehr sehr froh war.

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Im Oktober 2010 ging es dann los. Realisiert hab ich das Ganze nie wirklich. Es war immer so weit weg und auf einmal waren es nur noch 2 Wochen und es ging los. Ich war tierisch aufgeregt, das weiß ich noch ganz genau, als ich dann am Flughafen in Frankfurt stand. Der Abschied fiel mir sehr schwer, aber ich wusste, dass endlich ein großer Traum von mir in Erfüllung geht. Nach einer Nacht im Projects Abroad Office in Accra ging es mit dem Tro Tro (so heißen die Kleinbusse in Ghana) auf eine 3 stündige Fahrt an meinen Projektort Ho. Schon von der Fahrt war ich völlig überwältigt. Die ganzen Menschen, die alles auf dem Kopf trugen, die Autos, die Sprache! Es ist nicht nur ein bisschen anders, es ist wirklich alles komplett anders. Man kann nichts mit Deutschland vergleichen. Die erste Woche war ich dann allein in der Gastfamilie, was auch seine Vorteile hatte. Ich hab mich aber auch riesig gefreut, dass noch andere Freiwillige kamen. Wir waren zwischenzeitlich zu viert. Carina aus Deutschland, Jody aus Amerika und Jennie aus England. Ich hab sehr viel über die afrikanische Kultur kennenlernen dürfen, hab´ alle lokalen Spezialitäten probiert und mich richtig gut mit meinen Gastschwestern und Gasteltern verstanden.

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Der erste Tag im Krankenhaus war der Wahnsinn. Alles war so neu für mich. Hab dort dann auf der Kinderstation angefangen, danach war ich auf der Entbindungsstation, im OP, auf der Chirurgischen Station für Männer und in der Notaufnahme. Ich hab richtig viel machen dürfen. Man muss sich nur interessiert zeigen, dann darf man auch viel machen. Von Braunülen legen über Blutentnahme, Verbandswechsel, Dauerkatheteranlage, bei Visiten mitgehen, Medikation verabreichen und bei Entbindungen zusehen. Es war für mich einfach mal interessant, den Vergleich zu Deutschland zu sehen. Es ist wirklich Wahnsinn, wie gut es uns hier geht. Das wird einem dort erstmal richtig bewusst.

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Zweimal die Woche hatten wir „Outreach Project“: Jeden Mittwochnachmittag sind wir in ein Lepra-Dorf gefahren und haben dort sehr große Wunden verbunden und waren einfach nur für die Menschen da, haben uns unterhalten. Dabei bestand für uns übrigens keine Ansteckungsgefahr. Jedes Mal, wenn unser Auto ankam, haben die Patient/innen uns zugewunken und gelächelt. Schwer zu beschreiben, was für ein tolles Gefühl das war. So arm, aber doch so wahnsinnig liebenswürdig und dankbar. An meinem letzten Tag hab ich viel von meiner Kleidung dort gelassen. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sich alle gefreut haben! Donnerstag sind wir an verschiedene Schulen gefahren oder in Dörfer und haben die Menschen versorgt. Kleine Verbandswechsel, Blutdruck messen, über Prophylaxen aufklären, Kinder wiegen oder impfen. Die Masern Impftage fanden eine Woche lang statt. Da sind wir sämtliche Schulen abgefahren und haben die ganzen Kinder geimpft.

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Die Wochenenden waren da zum Reisen, somit hab ich mit den anderen Freiwilligen eine ganze Menge von Ghana sehen können, was wirklich ein tolles Erlebnis war. Mich hat das Land sehr fasziniert und ich würde die Zeit nie mehr missen wollen. Eine Erfahrung fürs Leben, die mich die Dinge hier wieder mehr wertschätzen lässt . Ohne großen Luxus kann man auch richtig gut leben!

Julia Großmann

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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