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"Mein 7-monatiger Aufenthalt in Ghana"

Medizin Praktikum Ghana Arbeitskollegen

Medizin - Praktikum in Ghana von Sabrina Kimmeskamp

Im ganzen Abiturstress war mir anfangs noch gar nicht klar, worauf ich mich eingelassen habe: 7 Monate im fremden Ghana. Doch dann saß ich auf einmal in Frankfurt im Flieger nach Accra und da kamen die Gedanken doch zum Vorschein: Auf was habe ich mich da eingelassen? Sind 7Monate nicht ein wenig lang? Halte ich das wirklich durch? Und so weiter… Die ganzen Fragen verflogen erst mit der Ankunft in der Hitze, dem ersten Heiratsantrag eines Angestellten des Immigration Services, der ersten Frau, die einen riesen Eimer Wasser auf ihrem Kopf balancierte und mit dem stockenden Verkehr auf den Straßen Accras, zusammengequetscht auf dem Rücksitz eines alten PKWs.

Medizin Praktikum Ghana Kids

Natürlich war es am Anfang schwer, sich zurecht zu finden, denn bei so vielen Eindrücken vergisst man schon mal wieder auf den Weg zur Arbeit oder nach Hause zu achten. Ich hätte wohl doch lieber versuchen sollen, mir ein paar Dinge auf dem Weg einzuprägen anstatt die winkenden Kids am Straßenrand zu beachten und zurück zu winken oder jemanden zu bewundern, der etwas Riesiges oder Superschweres auf dem Kopf balanciert… Nach etwa 2 Wochen war das alles jedoch Vergangenheit… Nichts sah mehr gleich aus, die Menschen, die einen einfach mal so ansprachen, kamen einem nicht mehr fremd vor, die Gerüche wurden als „normal“ empfunden, manch aufdringlicher Verkäufer auf der Straße wird gekonnt abgewimmelt, handeln lernt man und man findet sich einfach super zurecht, also EINGELEBT! So erging es mir bis zum Ende meines Aufenthalts. Ich habe mich einfach nur wohl gefühlt. Mit meiner Gastmutter kam ich super klar, bekam sogar ein superschönes Geburtstags- und Weihnachtsfest plus Geschenke.

Medizin Praktikum Ghana Regenwald

Und auch auf der Arbeit wurde ich langsam, aber sicher zum „festen Personal“. Dafür musste ich jedoch erst einen bestimmten Status erreichen. Anfänglich war ich einfach „Obroni“, nach einiger Zeit wurde ich zu „Sabrina“ oder „Yaa“ - der ghanaische Name für ein Mädchen, das an einem Donnerstag geboren wurde. Und zum Ende wurde aus diesen Namen „Sister“, was mich wirklich geehrt hat. Arbeiten durfte ich mit diesem Status oft völlig allein übernehmen. Zum Beispiel impfen, Blut abnehmen, den Blutzucker messen, Verbände wechseln und einmal sogar eine Wunde nähen. Natürlich gab es auch schockierende Augenblicke im Krankenhaus wie Menschen, die sich keine Behandlung leisten können oder Menschen, die an eigentlich heilbaren Krankheiten sterben oder völlig zusammengeschlagene Patienten, die Opfer von Übergriffen waren.

Affen füttern am Wochenende

An Tagen mit solch traurigen Vorkommnissen war ein Treffen mit anderen Freiwilligen immer sehr hilfreich. Man traf sich, ging was trinken oder shoppen und tauschte die verschiedenen Eindrücke des Tages miteinander aus. An den Wochenenden reiste man zusammen in tropische Wälder, zu alten „Sklavenforts“ an der Küste, machte eine Safari oder verbrachte einfach ein gemütliches Wochenende am Strand mit Lagerfeuer und Sternenhimmel.

An einem Wochenendtrip

Im Großen und Ganzen hat mir der Aufenthalt gezeigt, wie andere Menschen leben. Mir wurde der komplett andere Lebensstil der Ghanaer näher gebracht und ich habe auch erfahren, wie andere von den Freiwiligen aus aller Welt in meinem Alter im super Luxus leben. Diese unterschiedlichen Eindrücke haben mich sehr geprägt. Ich weiß nun all das, was ich hatte und habe zu schätzen, aber ich weiß auch, dass ich ohne diese Dinge sehr gut klar kommen kann, denn ich war in den 7Monaten in Ghana genauso glücklich, wie ich es in Deutschland bin.

Sabrina Kimmeskamp

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