Feedback
You seem interested in our projects! Care to tell us more?
Das mache ich gern! Nicht jetzt, danke.

You are from: United States, Go to our American website.

aide humanitaire
Ruf’ uns an:
+49 ­(0)30 2345 7223
info@projects-abroad.de

"Enjoy and soon coming"

Medizin praktikum Jamaika YSfalls

Medizin – Praktikum auf Jamaika von Sarah Porzelt

„Soon coming“ und „Enjoy“ waren für mich wohl die meist gehörten Redewendungen auf Jamaika. Ich habe während meines dreimonatigen Aufenthaltes einiges an Weisheiten und unterschiedlichen Einstellungen dazugelernt. Im Rahmen meines dualen Pflege-Studiums hatte ich die Möglichkeit, 12 Wochen ins Ausland zu gehen und dort in einer Pflegeeinrichtung zu arbeiten. Für mich stand ziemlich schnell fest, Jamaika soll es sein. In den gesamten drei Monaten auf Jamaika wurde ich immer herzlich aufgenommen und freundlich begrüßt. Man wurde des Öfteren gefragt, wie man das Land findet, ob man sich wohl fühle, deshalb das Wort „ENJOY“.

Medizin praktikum Jamaika Blue Lagoon

Nach dem langen Flug wurde ich von einem Mitarbeiter der Organisation abgeholt und lernte erst einmal die - für deutsche Verhältnisse - rasante Fahrweise Jamaikas kennen. Am ersten Tag wurde mir die Stadt durch eine weitere Mitarbeiterin gezeigt und da wurde mir schnell bewusst, dass man als „weiße Frau“ die Aufmerksamkeit auf sich zieht und etwas Besonderes ist. Die Jamaikaner waren sehr interessiert, sich auszutauschen und boten Hilfe an. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und fühlte nich immer mehr als jemand von ihnen. Teilweise vergaß ich sogar, dass wir uns durch die Hautfarbe unterschieden. Auch die Zeiteinstellung ist eine andere, „SOON COMING“ war das Stichwort. Es war manchmal schwer, als deutscher Zeitfanatiker und mit der Pünktlichkeit aufgewachsen, sich an diese andere Einstellung zu gewöhnen. Aber auch das verlief mit der Zeit immer besser und ich merkte selbst, wie viel entspannter ich wurde.

Aussicht von Blue Mountain

Ich arbeitete im Mandeville Regional Hospital. Anfangs auf der Entbindungsstation, Gynäkologie, Chirurgie / Orthopädie, Pädiatrie, medizinischen Station sowie in der Notaufnahme. Dadurch, dass ich alle zwei- drei Wochen die Station wechselte, lernte ich das gesamte Krankenhaus kennen. Ich wurde sehr schnell in das Team aufgenommen und integriert und fühlte mich sofort wohl. Auf manchen Stationen blieb ich deshalb ein oder zwei Wochen länger, da ich dort viel lernte und mich wohl fühlte. Ich schloss während dieser Zeit viele Freundschaften. Auch entwickelte sich zu einer Patientin, die länger im Krankenhaus verweilen musste, ein sehr inniges Verhältnis, da ich sie jeden Tag nach getaner Arbeit besuchte. Sie hat mir auch sehr geholfen, mit dem anfänglichen „Kulturschock“ umzugehen. Zur pflegerischen Versorgung kann ich sagen, dass es fast keine Unterschiede gibt zu hier. Die Krankenschwestern dort waren sehr gut ausgebildet und mit dem Arzt auf einer Augenhöhe. Auch die Patienten hatten sehr großen Respekt. Auch wenn vielleicht nicht alle medikamentösen und medizinischen Möglichkeiten zugänglich waren, arbeiteten die Ärzte und Schwestern sehr gewissenhaft und patientenorientiert. Ich durfte während eines Kaiserschnittes, einer Geburt sowie verschiedenen Operationen anwesend sein und fand immer jemanden, der mir offene Fragen beantwortete und viel erklärte.

Medizin praktikum Jamaika Negril

Durch meine Gastfamilie hatte ich die Möglichkeit, an einem Gottesdienst teilzunehmen, welcher mich stark beeindruckte. Dies ist mit einem deutschen Gottesdienst kaum zu vergleichen. Man spürt dort die Wärme und Begeisterung währenddessen und merkt daran, wie viel Spaß die Gemeinde an der Gemeinschaft hat. Nicht zuletzt, weil viel gesungen und getanzt wird - und das über Stunden. Dies war auf alle Fälle eine sehr beeindruckende Erfahrung.

Medizin praktikum Jamaika Montego Bay

Am Wochenende reiste ich meist und erkundete die Insel. Ich war und bin immer noch von dieser tollen Landschaft und Natur beeindruckt. Ich bestieg sogar die Spitze des Blue Mountain, dieser Ausblick war atemberaubend. Wenn es auch nicht überall ist, wie auf den Reklamen für Jamaika - mit weißem Sandstrand und Palmen - so hat dieses Land seinen eigenen Reiz. Auch wenn es im Nachhinein nicht immer einfach war, mit Wäsche waschen per Hand, Stromausfällen, kalten Duschen und tagelangem Regen, bin ich richtig froh, das alles erlebt zu haben. Man schätzt die Dinge mehr und merkt, dass es auch ohne funktioniert und ich habe einiges an Lebenserfahrung und „Gemütlichkeit“ mitgenommen und möchte diese Erfahrungen nicht missen. – Soon coming (back!)...

Sarah Porzelt

Mehr zum Medizin - Praktikum auf Jamaika

Mehr zum Medizin - Praktikum

Mehr zu Jamaika

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

Weitere Erfahrungsberichte

Ruf' uns an:
+49­ (0)30 2345 7223
Global Gap Auslandsjahr
Nach oben ▲