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"Der erste Eindruck kann trügerisch sein..."

Hier bin ich zu sehen mit einem der kinder

Medizin - Praktikum in Nepal von Helen Hassler

Nach einem Monat Pflegepraktikum in einem deutschen Krankenhaus im Sommer 2009 hatte ich genug von gestressten, oft unfreundlichen Ärzten und Schaukelschichten. Wer sein Pflegepraktikum auch teilweise in der Heimat gemacht hat, kann das sicher nachempfinden. Außerdem hatte ich, wenn man von Blutdruckmessgeräten und Fieberthermometern absieht, nicht viel Medizinisches zusehen bekommen, weshalb ich im Zweifel war, ob ich mich überhaupt für ein Medizinstudium eigne und ob ich den Job später auch wirklich machen möchte. Ein weiterer Grund zu gehen war für mich, dass ich mein Abitur geschrieben hatte und bevor ich mich ins Studentenleben stürzte, noch etwas von der Welt sehen und neue Freunde kennen lernen wollte.

Wir hatten viel Spaß

Am Flughafen in Frankfurt war ich mir, als eher flug- und reiseunerfahrener Mensch, nicht mehr ganz so sicher, ob ich nicht im Begriff war, eine ganz große Dummheit zu begehen. Bei der Ankunft in Kathmandu war ich mir dann sicher: Die vollen Straßen, die vielen Häuser, die vielen Menschen und das Hundegebell die ganze Nacht - das hält ein Landmensch wie du nicht lange aus. Aber wie so oft kann der erste Eindruck trügerisch sein! Rückblickend muss ich zugeben, dass ich eine wunderbare Zeit hatte! Ich habe viel gelernt und manchmal würde ich am liebsten wieder zurückgehen in diese „andere Welt“.

Am meisten vermisse ich die allabendlichen Dhal Bat (Reis, Linsen und Gemüse)-Candlelight- Dinner, die meine Gastgeschwister und ich in unserer Gastfamilie/WG genießen durften, und die anschließenden Abende auf dem Dach mit wundervollem Ausblick, Tee mit Zimt und guten Gesprächen, auch wenn mir das dauernde Englischreden am Anfang nicht leicht gefallen ist.

Auch mit meinem Projekt hatte ich großes Glück. Das „Orthopedic Hospital“ ist ein nettes, kleines Krankenhaus, in dem die Ärzte noch Zeit haben, dir zu erklären, was sie machen, mit dir in der Kantine Mittagessen und selbst im OP immer ein offenes Ohr für Fragen haben.

Bei einer OP

Über die Teilnahme an orthopädischen Eingriffen hinaus hatte ich noch das Glück, in ein anderes Krankenhaus zu einer Augenoperation gehen zu dürfen, was mich fasziniert und begeistert hat.

Jenseits der Arbeit bleibt genug Zeit zum relaxen. Kathmandu hat sehr schöne religiöse Zentren, die man besichtigen kann. Wer weniger Lust auf Kultur hat, kann auch einfach ins Café um die Ecke gehen und dort einen gemütlichen Nachmittag verbringen.

Am Wochenende habe ich es sehr genossen, mit einer Freundin durch Thamel zu laufen oder traditionelle Feste zu besuchen. Faszinierend war auch der Ausflug zum Nationalpark Chitwan, bei dem ich zum ersten Mal auf einem Elefanten saß und prompt in den Fluss geworfen wurde. Auch den Ausflug nach Pokara, das Paragleiten mit Blick auf die höchsten Berge der Welt und die Wanderungen werde ich nie vergessen.

Auch wenn es für mich nicht immer leicht war, mit der Sprache, dem Klima und dem Essen in Nepal klar zu kommen, würde ich sofort noch mal hin fliegen. Meine neu gewonnenen Freunde, alle Erfahrungen und erlebten Eindrücke sind Dinge, die für mich schön und wertvoll sind und die ich nicht missen möchte.

Helen Hassler

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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