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Ich bin dann mal weg. Und komme wieder

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Krankenschwester in Peru von Daniela Steiner (aus Kärnten, Österreich)

Seit 15 Jahren arbeite ich als Krankenschwester (DGKS - Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester) und habe mir im Herbst zwei Monate Auszeit genommen. Ich wollte schon immer im Ausland arbeiten, es hat bis jetzt nur an der Umsetzung gefehlt. Fragen über Fragen hatte ich zunächst: Wo könnte ich hingehen, wie soll ich das alles organisieren, sollte ich wirklich ganz alleine loslegen? Im Internet bin ich auf „Projects Abroad“ gestossen und alle meine Fragen wurden auf einmal beantwortet. Organisation, Versicherung, Umsetzung, einfach alles… und es war sehr einfach, das Ganze in die Tat umzusetzen.

Ich habe mir überlegt, welche Sprache ich sprechen möchte, entschied mich für ein Spanisch sprechendes Land und musste nur noch Zeitpunkt, Zeitspanne und Zielort eingeben. Peru. Zwei Monate. Oktober und November. Arbeiten in einem Krankenhaus. Mit einem Klick hatte ich mein Wunschpraktikum in der Tasche. Bei Fragen konnte ich mich jederzeit per Email oder Telefon mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen. Sehr hilfreich war auch die Facebook-Plattform von Projects Abroad. Hier konnte ich mich vorab mit anderen Freiwilligen austauschen, Fragen stellen und Leute suchen, die zum selben Zeitpunkt am selben Ort sein werden.

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Endlich konnte es mit der Reise losgehen. Die Anreise ist von Österreich aus sehr lange aber auch eine gute Zeit, sich gedanklich auf das Projekt vorzubereiten. Was wird mich erwarten, wie wird meine Gastfamilie sein, mit dieser hatte ich zuvor auch Kontakt aufgenommen, was sehr hilfreich sein kann.

Nach mehreren Starts und Landungen bin ich total müde, aber dann endlich in der Stadt Cusco in Peru angekommen. Schon der Landeanflug war ein Erlebnis. So eine gewaltige Natur habe ich nie gesehen. Am Flughafen wurde ich dann von einem Projects Abroad Mitarbeiter abgeholt. Nach meiner Ankunft gab es eine Stadtrundfahrt und es wurden mir die wichtigsten Gebäude und Plätze gezeigt.

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Danach wurde ich zu meiner Gastfamilie gebracht. Ein eigentümliches Gefühl, fremde Menschen ,mit denen man die nächsten zwei Monate verbringen wird. Aber ich hatte Glück und hab eine sehr, sehr nette Gastfamilie bekommen. Julio,Diana,Melany und Cäsar. Die Kids waren sehr neugierig und angetan. Anfänglich gab es natürlich sprachliche Probleme, aber mit der Zeit hat auch das super geklappt. Ich hatte ein eigenes Zimmer, und das Badezimmer wurde mit der Familie geteilt. Das Zimmer konnte ich mir aussuchen, weil diese Familie zwei Freiwilligen Platz bietet. Eine Woche nach mir ist Marieke, eine sehr nette Holländerin, dazu gestoßen. Mit ihr habe ich dann vieles erkundet und erlebt.

Mein erstes gemeinsames Frühstück mit der Familie war noch ungewohnt, aber mit der Zeit haben wir uns alle gut verstanden und es war immer lustig. Später wurde ich dann von meinem Supervisor am Haus der Familie abgeholt und wir sind gemeinsam zum Krankenhaus gefahren. So viele Eindrücke, ich war ein bisschen überfordert in den ersten Tagen. Da meine Spanischkenntnisse zu diesem Zeitpunkt sehr mager waren, war ich sehr froh, mich auf Deutsch mit meinem Supervisor unterhalten zu können. Das hat es mir unheimlich erleichtert.

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Nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit hat es mit der Sprache sehr gut geklappt. Man muss sich nur trauen auf die Menschen, Patienten und Mitarbeiter zuzugehen. Einen Monat lang habe ich auf der Kinderstation gearbeitet und ich konnte meine Tätigkeiten selbstständig durchführen, denn an den Fachkenntnissen fehlte es mir nicht. An die peruanische Arbeitsweise allerdings musste ich mich gewöhnen. Die Räumlichkeiten, Gegebenheiten sind nicht mit europäischem Standard zu vergleichen. Es gibt zum Beispiel keine Rufanlage auf der Station, d.h. der Patient hat nicht die Möglichkeit zu läuten, wenn er etwas benötigt. Es gibt auch kein Telefon, d.h. es ist sehr viel ruhiger beim Arbeiten als bei uns in den Krankenhäusern. Eigentlich viel entspannter.

Mit den Patienten und Angehörigen habe ich mich sehr schnell, sehr gut verstanden. Ich hatte auch gleich eine Freundin gefunden, die 12-Jährige Juana. Sie war schon seit mehreren Wochen stationär dort, und zu dieser Zeit das einzige Mädchen auf der Station.

Die Station muss man sich so vorstellen: ein Container mit insgesamt 3 Raumabschnitten: eine Teeküche, ein Schwesternzimmer und das Patientenzimmer mit ungefähr 12 Betten. Wir hatten von Babys bis Teenagern alles auf der Station. Und teilweise mit den Angehörigen. Juana, hat mir beim spanisch Lernen sehr geholfen. Kinder sind unkompliziert, wenn es um die Kommunikation geht. Wir haben gespielt, gezeichnet, Videos geschaut und das alles auf Spanisch.

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Nachdem alle Patienten in einem Raum sind, hat man einen guten Überblick und sieht gleich, wenn jemand Hilfe benötigt. Es gab für mich ein sehr schönes Erlebnis: Juana hatte im Zuge ihres Aufenthaltes Geburtstag. Die Schwestern und Ärzte haben eine kleine Feier organisiert. So etwas hab ich bei uns auch noch nie gesehen. Ein kleiner Wagen wurde mit Süßigkeiten jeglicher Art bestückt, Luftballons und Papierkronen wurden zur Deko angebracht. Und wir haben alle gemeinsam gefeiert, Ärzte, Schwestern, Patienten, Angehörige.

Den 2. Monat habe ich auf der Chirurgie, meinem Fachgebiet, verbracht. Die Arbeitsaufteilung ist hier eine ganz andere als bei uns. Hier werden z.B. die Verbandswechsel nur von den Ärzten durchgeführt. Die Schwestern sind für die Medikamentenverabreichung. Vitalzeichen-Kontrolle und Dokumentation sind die Hauptaufgaben einer DGKS. Auch der Transport von Patienten in und aus dem OP gehört dazu. Aber es gibt einem einen ganz anderen Einblick. Ich konnte nicht einfach an den Medikamentenschrank gehen und ein Medikament holen, ich konnte nicht ohne weiteres Verbandsmaterial aussuchen und unbeschränkt verwenden. Es gibt in Peru nur sehr einfache und wenige Materialien. Aber auch das war für mich interessant, denn ich habe festgestellt, dass man auch so arbeiten kann. Man muss nicht immer alle möglichen Gerätschaften und Materialien zur Verfügung haben. Außerdem hatte ich immer Zeit, mich mit den Patienten und Angehörigen zu unterhalten. Ein Privileg, das es bei uns in Österreich nur mehr sehr eingeschränkt gibt.

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Der Weg zur und von der Arbeit war auch immer sehr spannend. Aber die Südamerikaner nehmen dass nicht ganz so genau. Die Busfahrten waren jedenfalls, jedesmal ein Erlebnis – ein Sitzplatz war nie garantiert. Die Busse sind ja teilweise so voll, dass die Türen nicht mehr zugehen und der Busfahrplan galt auch eher als Vorschlag.

In meiner Freizeit habe ich das Land erkundet. Restaurants, Bars, Museen, wo kann ich gut essen und trinken, wo kann ich in Ruhe meinen Kaffee trinken. …Die ersten 2-3 Wochenenden habe ich mir das Zentrum von Cusco angesehen, danach habe ich die Wochenenden genutzt, um auch die weitere Umgebung kennen zu lernen. Ich war am Machu Picchu, im Dschungel und am Titikaka See. Alle Ausflüge waren ein Wahnsinnserlebnis. Ich kann es jedem empfehlen, eine Reise nach Cusco zu machen. Meine nächste Reise dorthin steht auch schon fest.

Daniela Steiner

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