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10 Wochen voller Highlights – Mein Medizin - Praktikum in Tansania

Medizin – Praktikum in Tansania von Lisa Neuburg

Lisa durfte ein Baby selbst entbinden

Schon knapp ein Jahr vor meinem Abitur fasste ich den Plan, nach dem Ende der Schulzeit ins Ausland zu gehen und dort ein Praktikum im medizinischen Bereich zu machen. Nach dem Info-Abend bei Projects Abroad und dem Lesen der Broschüre fiel meine Wahl auf Tansania – ein Land von dem ich bis dahin noch gar nicht so viel wusste, das mich persönlich aber durch seine vielseitigen Möglichkeiten ansprach. Was ich anschließend im Reiseführer über Sansibar und die Serengeti lesen konnte, klang nicht nur wegen der Strände und der Tierwelt äußerst reizvoll, sondern auch wegen der tansanischen Kultur und des traumhaften Wetters. Dort konnte ich sicher Arbeit und Vergnügen gut miteinander verbinden.

Lisa mit einem Schulkind beim medical outreach

In der letzten Woche, bevor es dann tatsächlich losging, überkam mich ein bisschen die Angst und ich fragte mich, wie ich auf die Idee gekommen war, ganz alleine in ein fremdes Land auf einem anderen Kontinent zu reisen. Dass sich diese unterschwellige Angst schon auf dem Hinflug verflüchtigte und die Vorfreude die Oberhand gewann, verdanke ich einem netten Mitreisenden auf dem Hinflug, der mir nochmal versicherte, dass Tansania ein ganz wundervolles Land sei und die Menschen dort überaus freundlich wären. Nach diesem Gespräch beschloss ich, mir keine Sorgen mehr zu machen und mich einfach nur noch zu freuen. Und diese Freude hielt tatsächlich die nächsten 10 Wochen an. Ich hatte eine wundervolle Zeit in Tansania!

Ich lebte zusammen mit einer anderen Freiwilligen aus Dänemark bei einer sehr lieben Gastmutter, die sich fürsorglich um uns kümmerte und in ihre Familie aufnahm. Zusammen arbeiteten wir auch im Mwananyamala Hospital in Daressalaam, wo wir zum ersten Mal auf die anderen Freiwilligen trafen. Die Gruppe nahm uns direkt auf und wir verbrachten von da an viel Zeit zusammen.

Gruppenbild von Freiwilligen bei einem Ausflug auf Sansibar

Im Mwananyamala Hospital durfte ich trotz relativ geringer medizinischer Erfahrung sofort viel mithelfen. Die meiste Zeit verbrachte ich auf der Entbindungs- und der Neugeborenen-Station, aber auch der OP hatte es mir sehr angetan. In Letzterem schaute ich aber natürlich nur zu. Auf den Stationen hingegen konnten wir die Schwestern und Ärzte tatkräftig unterstützen, indem wir zum Beispiel die Vitalzeichen der Babys überprüften, sie wogen und sie ab und zu einfach mal im Arm hielten, wenn ihre Mamas es gerade nicht konnten.

Das große Highlight meiner Arbeit im Krankenhaus war dann, dass ich gegen Ende meines Aufenthalts, nachdem ich gefühlte 40 Entbindungen gesehen und dabei assistiert hatte, ganz alleine ein Baby entbinden durfte.

Schulkinder begleiten Lisa auf dem Heimweg

Weitere große Highlights meines Aufenthalts in Tansania waren die Ausflüge, die wir mit den anderen Freiwilligen unternahmen. So waren wir zum Beispiel zweimal auf der Trauminsel Sansibar, waren am Wochenende oft am Strand oder auf kleineren Inseln vor der Küste Daressalaams und waren sogar im Norden Tansanias in der Serengeti auf Safari, wo wir u. a. Elefanten, Löwen, Giraffen und Zebras aus nächster Nähe bestaunen konnten.

Was mir im Nachhinein aber viel mehr im Kopf geblieben ist als diese Ausflüge, sind meine Begegnungen mit den verschiedensten Menschen, vor allem den Kindern. Insbesondere die Kinder waren immer unglaublich offen, wollten uns anschauen und anfassen und waren vollkommen begeistert davon, uns „Mzungus“ (Mzungu = weißer Mann) zu sehen. So lief uns einmal auf dem Rückweg vom Krankenhaus eine Gruppe Schulkinder hinterher, die gerade frei hatten und uns unbedingt auf einem Stück unseres Weges begleiten wollten. Ein anderes Mal sprang im Krankenhaus ein kleiner Junge bei einer Freundin auf den Arm. Wir wussten weder woher er kam, noch wer er war oder wie wir uns mit ihm verständigen sollten, aber er hat die ganze Zeit gelacht und dadurch jedem von uns ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Freiwillige im Medizin-Projekt bereiten sich auf den OP vor

Tolle Erfahrungen haben wir auch bei den „Medical Outreaches“ gemacht, wo wir Schulkinder untersucht und Medikamente und Zahnbürsten verteilt haben und den Kindern anschließend zeigten, wie man sich richtig die Zähne putzt. Ein Riesen-Spaß!

Alles in allem habe ich in Tansania nicht nur tolle Erfahrungen gemacht, die mir niemand mehr nehmen kann, sondern auch Freunde aus den verschiedensten Ländern der Welt gefunden mit denen ich immer noch Kontakt habe. Und „ganz nebenbei“ habe ich auch noch das Pflegepraktikum für mein Medizinstudium absolviert! Es hat sich wirklich rundum gelohnt und ich bin im Nachhinein SEHR froh, dass ich auf diese Reise gegangen bin.

Lisa Neuburg

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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