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„Man traf Leute aus der ganzen Welt“

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Medizin-Praktikum in Tansania von Nadine Kaufmann

Als ich erfuhr, dass ich nicht wie geplant mit dem Medizinstudium beginnen konnte, beschloss ich, mir einen lang gehegten Traum zu erfüllen- eine Reise nach Afrika! Eine Kollegin machte mich auf Projects Abroad aufmerksam, und nach ein wenig Recherchearbeit hatte ich mich für einen Aufenthalt in Arusha entschieden; erst in ein Spital, anschließend 6 Wochen im Kinderheim. Zusätzlich plante ich noch weitere Wochen ein, damit genügend Zeit blieb, um das Land selber zu erkunden.

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Als ich mitten in der Nacht bei der Gastfamilie ankam, wurde ich von meinem Gastvater und zwei weiteren Freiwilligen begrüßt. Eine der beiden flog allerdings bereits am nächsten Morgen wieder nach Hause, so dass ich schon zu Beginn Bekanntschaft mit dem regen Kommen und Gehen der Freiwilligen machte. Dies war zum einen unglaublich spannend, da man dadurch ständig neue Leute aus der ganzen Welt traf, andererseits war es immer wieder schwer, sich von neu gefundenen Freunden verabschieden zu müssen. Am nächsten Morgen lernte ich noch die zwei süßen Enkelinnen, die auch in dem Haus wohnten, die Hausmädchen, meine Gastmutter und meinen Gastbruder kennen. Mit meinem Gastbruder verstand ich mich super und wir unternahmen viel zusammen, auch jetzt bin ich noch in regelmäßigem Kontakt mit ihm.

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Schließlich ging es mit der Arbeit im St. Elizabeth Hospital los, das praktischerweise nur einen fünfminütigen Fußmarsch von meinem zu Hause entfernt lag. Selbst für mein ungeübtes Auge war ersichtlich, dass die hygienischen Verhältnisse bei weitem nicht mit europäischen Maßstäben zu vergleichen sind. Außerdem steht für Patienten, die nicht selber auf die Toilette gehen können, kein Personal zur Verfügung. Dies, wie auch die Verpflegung der Patienten mit Essen und Trinken, wird den Angehörigen überlassen.

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Ich verbrachte die meiste Zeit im Spital im Surgical Ward, wo Patienten mit Verletzungen wie Brandwunden oder Brüchen versorgt werden. Nach einer Weile durfte ich alle Verbände selber wechseln und konnte beim Vorbereiten der Medikamente helfen. Weitere Arbeiten bestanden aus Kompressen falten und Papierarbeiten erledigen. Um einen besseren Gesamtüberblick zu bekommen, verbrachte ich auch einige Tage im Labor, in der Klinik für Babys und Schwangere und in der HIV-Klinik. Oftmals war es sehr frustrierend zu sehen, wie sich Patienten selber entließen, weil sie nicht mehr für die Spitalkosten aufkommen konnten- dennoch gefiel mir die Arbeit im Spital gut und ich konnte sehr davon profitieren.

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Da das Kinderheim etwas außerhalb von Arusha lag, ging es von nun an mit dem Daladala zur Arbeit. Diese stets überfüllten Minibusse können einen zu Beginn zwar ein wenig einschüchtern, aber nachdem man sich an das System gewöhnt hat, lernt man sie wirklich zu schätzen. Den größten Teil meiner Zeit dort hatten die Kinder Ferien und somit bestand unsere Hauptaufgabe darin, mit ihnen zu spielen. „Unsere“ Kinder waren zwischen 6 und 12 Jahre alt und selbst in dieser kurzen Zeit habe ich sie zu lieben gelernt. Die meisten Kinder suchten unsere Nähe. Was mich aber am meisten gerührt hat war, wie man ihnen selbst mit den banalsten und kleinsten Geschenken eine unglaubliche Freude machen konnte. Zum Beispiel kauften wir ihnen einmal neue Zahnbürsten, die sie sofort mit großer Begeisterung ausprobierten.

Damit ich mich einigermaßen in der Landessprache verständigen konnte und da ich generell an Sprachen interessiert bin, nahm ich einige Stunden Swahili-Unterricht. Der Sprachkurs machte mir viel Spaß und vor allem auf dem lokalen Markt war es nützlich, ein paar grundsätzliche Wörter zu kennen.

Alles in allem hatte ich eine tolle Zeit in Tansania und wenn ich könnte, würde ich sofort wieder dorthin fliegen. Der Aufenthalt hat nicht nur meine Faszination für diesen Kontinent weiter geschürt, sondern mich auch in dem Entschluss, eine medizinische Laufbahn einzuschlagen, bestärkt. Natürlich lief nicht immer alles rund. Immer wieder gab es Vorfälle, die mit meinen westlichen Weltansichten kollidierten. Insgesamt gesehen hatte ich jedoch eine unvergessliche und eindrucksvolle Zeit. Ich habe durch diesen Aufenthalt viel gelernt und vermisse dieses Land mit all seinen Eigenheiten sehr.

Nadine Kaufmann

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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