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Das grüne Paradies

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Naturschutz in Costa Rica von Florian Holzmüller

„Verdammt ist das heiß!“, das war mein erster Eindruck, als ich den Flughafen in der Hauptstadt San Jose verließ. Am nächsten Tag fuhr ich mit einem alten Bus nach Nicoya. Von dort brachte mich Richard, ein Mitarbeiter von Projects Abroad, mit dem Auto nach Barra Honda. Am Mittagstisch machte ich bereits meine erste Bekanntschaft mit „Arroz y Frijoles“, zu Deutsch: Reis mit Bohnen.

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Besonders in Erinnerung geblieben ist mir mein erster Arbeitstag. Obwohl mir gesagt wurde, ich solle Wasser mitnehmen, dachte ich mir, dass ich wohl dreieinhalb Stunden ohne Wasser auskommen werde. Als wir begannen, einen Pfad zu reinigen, waren mein T-Shirt und meine Hose nach kurzer Zeit so nass geschwitzt, und ich war so erschöpft wie noch nie zuvor in meinem Leben. Obwohl ich von den anderen Wasser bekam, hatte ich große Mühe, den Pfad zurückzulaufen. Etwas so Schönes wie den gekühlten Saft bei meiner Rückkehr habe ich noch nie getrunken.

Das Einmalige an Costa Rica ist die Einstellung der Leute, alles entspannt und bedacht anzugehen. Die “Ticos“, wie die Costa Ricaner genannt werden, behandelten mich immer freundlich und schätzten die Arbeit sehr, die wir im Rahmen des Projektes machten. Ich arbeitete oft im Schmetterling-Projekt. Dies beinhaltete das Fangen, Identifizieren und Klassifizieren verschiedenster Schmetterlingsarten.

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Oft standen wir um fünf Uhr morgens auf, um Vögel zu beobachten. Wir wurden jedoch durch den Anblick von Scharen von Papageien, die von einem Guanacaste-Baum aufstiegen reichlich für das frühe Aufstehen belohnt. Egal ob wir uns mit der Machete durch den Wald schlugen, in der Baumaufzuchtstation Bäume pflegten oder einen Kindertag für die Kinder im Dorf organisierten: Am Ende des Tages fühlten wir uns erschöpft, waren aber vollauf zufrieden mit der geleisteten Arbeit. Und falls ich nicht völlig müde ins Bett fiel, pokerte ich mit anderen Freiwilligen oder sah auf einem 38 Zoll Fernseher mit Sattelitenempfang US-amerikanisches Fernsehen in der Küche.

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Die freien Wochenenden nutzte ich vor allem für Reisen. Egal, wohin es mich verschlug, ob in einen anderen Nationalpark oder an die Pazifikküste, ich hatte immer wunderschöne und aufregende Momente. Die Kommunikation mit den anderen Freiwilligen verlief durchgehend auf Englisch. Ich eignete mir aber auch schnell einige Brocken Holländisch, Französisch oder Japanisch an. Es kam vor, dass ich über Wochen kein einziges Wort Deutsch sprach, was dementsprechend mein Englisch verbesserte! Außerdem verließ ich Barra Honda nicht, ohne etwas Spanisch gelernt zu haben – sei es, um nach noch einer Portion in der Küche zu fragen oder mich bei der Parkleitung nach dem nächsten Bus nach Nicoya zu erkundigen.

Die ganzen Sorgen vor der Reise erscheinen mir im Nachhinein unbegründet. Es ergab sich einfach alles wie von alleine. Fiel der Strom aus, so wurde an einer Grillstelle ein Feuer gemacht. Regnete es so stark, dass man die Straße nicht mehr sah, dann blieben wir einfach vor unserer Hütte sitzen, tranken einen Kaffee und genossen das Nichtstun.

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Auch nachdem ich mich an das Wecken durch die Brüllaffen um 6 Uhr früh gewöhnt hatte, wurde mir nie langweilig: Die Flora überraschte jeden Tag aufs Neue durch ihre atemberaubende Vielfältigkeit und Schönheit. Ich lernt die Natur wertzuschätzen und in den Tag hinein zu leben. Es kam sogar vor, dass ich nicht mehr wusste, welchen Monat wir gerade hatten. Das ist sehr schwer zu verstehen, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

An meinem letzten Tag bin ich denselben Pfad wie am Tag meiner Ankunft im Rahmen eines Sensorkameraprojekts gelaufen und bin mit einen Lächeln auf den Lippen und ohne große Anstrengung zurückgekehrt! Ich hatte auf meine eigene Art und Weise den Wald besiegt.

Florian Holzmüller

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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