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Hoch oben auf dem Pferderücken

Argentinien-Pferdetherapie mit Kindern

Pferdetherapie in Argentinien von Xenia Constanze Jaite

Argentinien - Pferdetherapie Reithalle

Endlich habe ich meinen Traum erfüllt. Nach meinem Abi bin ich nach Argentinien gereist, um dort die Kultur und die Menschen kennenzulernen, in einem sozialen Projekt zu arbeiten und noch ganz nebenbei mein Spanisch zu verbessern. Als ich gesehen habe, dass Projects Abroad ein Freiwilligenprojekt für Pferdetherapie in Argentinien anbietet, habe ich nicht lange gezögert und gleich meine Tasche gepackt. Ich selber reite und habe viel Erfahrung mit Pferden, dennoch war ich besorgt, denn ich habe vorher noch nie mit behinderten Menschen zusammen gearbeitet.

Argentinien-Pferdetherapie

Und wahrscheinlich wurde ich auch deshalb gleich ins kalte Wasser geworfen: Schon an meinem ersten Tag im Projekt kam die Projektleiterein Verónica zu mir und sagte: „Vos teacher de ella.“ - „Du unterrichtest eine Schülerin alleine.“
Natürlich ist sie immer in der Nähe geblieben und hat mir gesagt, was ich machen sollte, und auch die anderen Freiwilligen, die schon längere Zeit in diesem Projekt gearbeitet hatten, haben mir in meiner ersten Woche bei allem geholfen, sodass ich schnell auch allein gut zurechtkam.

Argentinien-Pferdetherapie Horsebackriding

Gott sei Dank hatte ich in der Schule schon etwas Spanisch. So konnte ich mich mit den Kindern und Verónica einigermaßen verständigen. Meine Aufgaben waren: Pferde putzen, reiten, die Unterrichtsstunden vorbereiten und die Ställe ausmisten.
Am wichtigsten war die Hilfe bei den Reitstunden selbst.
Besonders schön war es, immer zu sehen, wie viel Freude die Kinder am Reiten hatten; wenn ich die strahlenden Gesichter sah, musste ich einfach mitlächeln. Auch wenn die Arbeit oft anstrengend war und ich abends todmüde nach Hause kam, so hatte ich doch immer ein gutes Gefühl. Ich wusste, dass wir mit unserer Arbeit etwas erreicht hatten und Verónica wenigstens ein bisschen Arbeit abnehmen konnten.

Argentinien-Pferdetherapie - Gruppenfoto

Verónicas herzliche und freundliche Art hat mir das Gefühl gegeben, ein Familienmitglied zu sein. Wann immer wir Heimweh hatten oder es uns nicht so gut ging, hat sie uns zugehört oder versucht uns aufzumuntern. Selbst wenn wir kaum Zeit für eine kleine Pause hatten, hat sie uns mit ihrem superleckeren selbstgemachten Milchshake und Keksen versorgt. Und hatten wir doch mal etwas mehr Zeit, hat Verónica versucht uns „Truco“ beizubringen, ein ziemlich kompliziertes argentinisches Kartenspiel, das keiner von uns so richtig verstanden hat.

Auch mit den meisten Gasteltern haben wir uns super verstanden. Oft haben sie uns nach dem Unterricht noch zum Mate-Teetrinken eingeladen. Meine Gastfamilie hat mich sehr herzlich aufgenommen. Mindestens einmal in der Woche kamen ihre Kinder zum Abendessen und dann wurde es immer lustig. An den Wochenenden nahm mich meine Gastmutter auch mal mit - zum Rugbyspiel ihres Sohnes, zu Besuch bei Verwandten und einmal sogar zur Taufe ihres Großneffen. Wohin auch immer ich kam, ich wurde überall als Teil der Familie behandelt. Nie fühlte ich mich ausgegrenzt oder unwillkommen, ganz im Gegenteil: Oft hatte ich das Gefühl, in Argentinien mehr willkommen zu sein als in Deutschland.
All das, die Gastfreundschaft der Menschen, ihre Freundlichkeit, Offenheit und die unvergleichlich schönen Erlebnisse mit den Kindern in meinem Projekt, haben die zwei Monate in Argentinien zu einer wunderschönen und unvergesslichen Zeit meines Lebens gemacht. Hätte ich die Möglichkeit, dorthin zurückzugehen, würde ich es sofort wieder tun. Deshalb ist mir der Abschied nach meinem zweimonatigen Aufenthalt sehr schwer gefallen.

Xenia Constanze Jaite

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