Feedback
You seem interested in our projects! Care to tell us more?
Das mache ich gern! Nicht jetzt, danke.

You are from: United States, Go to our American website.

aide humanitaire
Ruf’ uns an:
+49 ­(0)30 2345 7223
info@projects-abroad.de

"Das wichtigste Ereignis innerhalb der Werktage waren die Projects Abroad-Treffen"

Ich im Mädchenwaisenhaus

Sozialarbeit in Ghana von Christina Vogt

Ghana ist schön. Nicht nur das exotische Angebot an Flora und Fauna, sondern auch die Menschen und ihr Lebensgefühl. Wenn ich beispielsweise nach dem Weg fragte, bildete sich schnell eine kleine Gruppe um mich herum, die mit heiterem Engagement versuchte weiter zu helfen… denn irgendeine Lösung findet sich immer, egal in welcher Situation.

Mein Zuhause

Meine Gasteltern haben sich nach meinen Erlebnissen und meinem Befinden erkundigt, sobald ich mein Ghanaisches Zuhause betrat, meine Gastgeschwister haben mir sehr viel Aufmerksamkeit entgegengebracht und allgemein war meine Ghanaische Familie sehr fürsorglich. Sie ließen mich an allem Komfort teilhaben, den sie zur Verfügung hatten. So bekam ich die Gelegenheit mit in die Kirche zu kommen, mal zum Abendessen raus zu gehen oder einfach nur Familienabende Zuhause in der Agric Junction in Kumasi zu verbringen. Wann immer ich Fragen hatte oder Hilfe benötigte waren sie für mich da und haben mir geholfen. Ich habe mich wirklich geborgen gefühlt und bin ihnen dafür sehr dankbar. So konnte ich mit Spaß und Genuss an alle neuen Erfahrungen herangehen, welche die andere Kultur für mich bereit hielt. Dass wir beispielsweise kein fließendes Wasser und somit nur ein „bucket shower“ hatten, war einfach nur ein tolles Erlebnis. Man weiß ja auch, dass man in einem absehbaren Zeitraum wieder nach Deutschland kommt, wo die alltäglichen Dinge dann wieder wie gewohnt ablaufen.

Ich im Jungenwaisenhaus

Die Arbeit im Kumasi Children’s Home war eine Erfahrung, die wie eine Münze mit 2 Seiten ist. Es war einerseits einfach toll und wertvoll für mich dabei sein, sehen und erleben zu können, wie die Kinder dort aufwachsen. Anders herum waren die Umstände, unter denen die Kinder dort leben natürlich sehr ärmlich. Ich saß an manchen Tagen wirklich zwischen den Kleinen und war traurig, weil ich mir ihrer Lage und ungewisser Zukunft bewusst war, sowie der Tatsache, dass ich daran beim besten Willen nichts ändern konnte und das bisschen Spielen, Rumalbern, Füttern und Waschen nur Fürsorge für den Moment ist, den ich da bin. Die Verständigung mit den Mitarbeiterinnen des Waisenhauses war etwas schwierig, weil sie einen sehr starken Akzent hatten. Die Frauen hatten aber eine Engelsgeduld mit mir und wenn man Interesse zeigt und möglichst alles nachfragt, fällt es nicht schwer, ihr Vertrauen zu gewinnen und ein gutes Verhältnis zu ihnen aufzubauen.

Ich mit den Projects Abroad-Team

Das für uns Volunteers wichtigste Ereignis innerhalb der Werktage waren die wöchentlichen Projects Abroad-Treffen. Man bekommt ja ohnehin schon alle Kontaktdaten der Mitarbeiter, die einem in allen Fragen bezüglich unserer Gastfamilien, der Arbeitsstätte, des Landes, des Herumreisens der Kultur… weiter geholfen haben. Man ist auch ab der Ankunft in Ghana ständig in Begleitung und wird überall eingewiesen. So lernt man alles kennen und bekommt eine gewisse Sicherheit und Vertrauen in beispielsweise das verrückte Verkehrschaos, welches aber, wie mir nach einiger Zeit bewusst wurde, von kompetenten Fahrprofis gehandhabt wird. Die Projects Abroad-Treffen fanden jeden Mittwochnachmittag im Büro statt, wo sich dann alle Volunteers eingefunden haben. Man hatte Gelegenheit sich kennen zu lernen, auszutauschen, gemeinsame Wochenendausflüge zu planen und Fragen zu stellen. Zum Schluss ging es dann jeweils mit bis zu 6 Personen in einem Taxi in die Stadt zum gemeinsamen Dinner. Die Treffen haben mir immer wieder klar gemacht, dass ich nicht alleine bin und dass viele andere Leute da sind, die grad ähnliche Dinge wie ich erleben und ähnlich über alle möglichen Situationen denken. Man fühlt sich dadurch natürlich auch wieder gut aufgenommen und aufgehoben.

Innenstadt von Kumasi

Dadurch, dass ich in Ghana war und selbst miterleben durfte, wie sich das alltägliche Leben abspielt, hat sich etwas in mir verändert. Ich empfinde so etwas wie Heimweh, wenn ich mit Nachrichten aus Afrika konfrontiert werde, egal woher sie stammen. Wenn mich jemand fragt, wie es war, dann frage ich mich, wie ich antworten soll ohne dabei die nächste Stunde durchgehend zu reden. Zusammenfassend lässt sich das Erlebnis als „Wahnsinn“ ganz gut definieren. Mir wird schwindelig wenn ich bedenke, wo ich in den paar Wochen überall gewesen bin und was ich dort täglich erlebt habe. Ich kenne jetzt ein Stückchen mehr von der Welt und habe gelernt, Menschen zu verstehen, deren alltägliches Leben sich so sehr von unserem unterscheidet und sie somit ganz anders prägt. Und ich fühle jetzt mehr denn je, dass jeder das selbe Recht hat, sich auf dieser Welt entfalten zu können und dass wir alle irgendwo eine Familie sind.

Christina Vogt

Mehr zur Sozialarbeit in Ghana

Mehr zur Sozialarbeit

Mehr zu Ghana

Weitere Erfahrungsberichte

Ruf' uns an:
+49­ (0)30 2345 7223
Naturschutz - Projekt im Ausland
Nach oben ▲