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"Tortillas, Salsa und Tequila"

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Sozialarbeit in Mexiko von Lisa Heinrichsdobler

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Nach meinem Abitur beschloss, ich einige Monate im Ausland zu verbringen. Von Anfang wollte ich nach Mexiko gehen, da dieses Land mich schon immer fasziniert hat. Außerdem hatte ich in der Schule Spanisch gelernt und wollte meine Sprachkenntnisse verbessern. Auf meiner Suche im Internet stieß ich auf Projects Abroad. Da ich sehr gerne mit Kindern arbeite, habe ich mich dann entschlossen, für drei Monate in einem Waisenhaus in Mexiko zu arbeiten.

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Als ich erschöpft am Flughafen von Guadalajara ankam, wurde ich schon von Carlos, einem Projects Abroad-Mitarbeiter erwartet. Er brachte mich zu meiner Gastfamilie, wo ich trotz später Stunde freundlich empfangen wurde. Gleich am nächsten Tag bekam ich eine Stadtführung durch diese riesengroße, faszinierende Stadt mit all den Straßen und kleinen Gassen, in der ich mich am Ende besser auskannte als in meiner Heimatstadt. Das Mittagessen in einer der größten Markthalle des Landes war typisch mexikanisch, und nach ein paar Tagen konnte ich mir nichts Besseres mehr vorstellen als Tortillas, Tacos, Quesadillas, Frijoles, Tortas Ahogadas, und und und.

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Im Haus meiner Gastfamilie bewohnte ich ein Zimmer zusammen mit einer anderen Freiwilligen aus Amerika, mit der ich mich von Anfang an super verstanden habe und die zu meiner besten Freundin wurde. Einen Monat später zog noch ein Mädchen aus England in unser Zimmer und unser Trio war perfekt. Wir hatten so viel Spaß und erlebten viele tolle Dinge zusammen. So besuchten wir z.B. den Zoo von Guadalajara, gingen wandern am Canyon, machten eine Stadtrundfahrt, fuhren zum Markt nach Tonala und besichtigten eine Tequila-Fabrik in Tequila. Wir ließen keine Party aus, aber das Highlight in jeder Woche war natürlich der Salsa Club, zu dem es sowohl die Freiwilligen als auch die Projects Abroad–Mitarbeiter jeden Donnerstag zog.

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Die Mitarbeiter von Projects Abroad waren alle sehr nett, hilfsbereit und stets zur Stelle, wenn man sie brauchte. Sie waren immer erreichbar und wann immer man wollte, konnte man im Projects Abroad Office vorbeischauen, sei es einfach nur zum Quatschen oder mit Problemen und Wünschen. Außerdem fand ich es sehr gut, dass Ausflüge organisiert wurden, wie z.B. zu einem Fußballspiel ins Stadion oder ein Wochenendtrip an den Strand, bei denen man die anderen Freiwilligen (besser) kennen lernen konnte. Projects Abroad organisierte auch eine sogenannte „Posada“, ein Fest, das in der Vorweihnachtszeit gefeiert wird, mit allen Freiwilligen und Freunden. Höhepunkt der Feier war das Zerschlagen einer „Piñata“, einer an einer Schnur schwebenden Puppe, mit verbundenen Augen. Zum „Dia de los Muertos“, dem mexikanischen Totentag, wurde von Projects Abroad ein kostenloser Bus gestellt, mit dem wir zum nahe gelegenen „Lago Chapala“, Chapalasee, fuhren und uns eine traditionelle Aufführung zu Ehren der Toten anschauten.

Meine Arbeit im Waisenhaus „Casa Juan Diaz“ hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. In meiner Einrichtung habe ich mit ca. 40 Jungs im Alter von 4 bis 14 Jahren gearbeitet, deren Eltern im Gefängnis sind. Meine Arbeit begann immer zur Mittagszeit mit dem Vorbereiten des Essens und Tisch decken, kurz bevor die Jungs aus der Schule kamen. Dann wurde zusammen zu Mittag gegessen und anschließend haben die älteren meist selbstständig ihre Hausaufgaben gemacht und ich habe ab und zu den jüngeren dabei geholfen, ihren Namen oder Zahlen schreiben zu üben. Danach war Frei-Spiel-Zeit, in der ich mit den Kindern oft Basketball oder Spiele wie „Turista Mundial“, eine Art Monopoly, gespielt habe. Miriam, eine andere Freiwillige, und ich hatten die Idee, dass wir mit den Jungs gerne einmal etwas außerhalb des Waisenhauses unternehmen möchten und so kam es, dass Dienstags von nun an Fußball-Tag war: wir fuhren zusammen mit Jorge von Projects Abroad und einigen der Jungs zum Spielen zu einem nahe gelegenen Fußballplatz, was mir besonders viel Spaß gemacht hat, da ich seit Jahren selbst Fußball spiele. Der Abschied von „meinen“ Jungs viel mir sehr schwer, da mir alle sehr ans Herz gewachsen und inzwischen wie kleine Brüder für mich waren. Als sie mir dann an meinem letzten Tag auch noch ein Trikot schenkten, auf dem sie alle unterschrieben hatten, standen mir die Tränen in den Augen.

Meine drei Monate in Mexiko waren eine unglaubliche Erfahrung und ich kann es wirklich jedem empfehlen einen solchen Auslandsaufenthalt zu machen. Es ist unwahrscheinlich interessant, zu sehen, wie andere Völker und Kulturen leben. Mir fiel es sehr schwer, Mexiko nach dieser wie es mir schien viel zu kurzen Zeit wieder zu verlassen und wenn es mir möglich gewesen wäre, hätte ich meinen Aufenthalt sofort verlängert. Mich hat Mexiko mit seinen liebenswürdigen und gastfreundlichen Menschen verzaubert und ich werde in zwei Monaten noch einmal hinfliegen um all meine Freunde und meine Familie dort zu besuchen. Und nach meinem Studium könnte ich mir gut vorstellen, für immer nach Mexiko zu gehen und dort mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

Lisa Heinrichsdobler

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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