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„It´s Kili Time – Make The Most Of It!“

Sozialarbeit Tansania Wandern

Sozialarbeit in Tansania von Katharina Liebl

Nach dem Abitur beschloss ich, mir eine Auszeit zu nehmen, um etwas Auslandserfahrung zu sammeln. Auf Projects Abroad und Tansania bin ich dabei eher zufällig gestoßen. Im Nachhinein kann ich sagen kann, hätte ich keine bessere Wahl treffen können.

Sozialarbeit Tansania Malen

Der Norden Tansanias, den ich auf meiner Reise kennen lernen durfte, ist landschaftlich einfach atemberaubend schön. Ich konnte die Serengeti, den Ngorongoro-Krater, den Arusha Nationalpark erkunden, den Kilimanjaro, den Mount Meru bestaunen und zu den Meru-Wasserfällen wandern. Der Kontrast dazu ist die Armut. Hilfe wird an allen Ecken und Enden benötigt. Somit ist die Arbeit dort ausgesprochen erfüllend, ich habe mir aber manchmal gewünscht, am besten überall zu sein.

Sozialarbeit Tansania Kochen

Den ersten Monat meines Aufenthalts habe ich bei Chiswea gearbeitet, einem Heim für Straßenkinder. Dort leben etwa 40 Jugendliche, die dort oft nach frühem Verlust ihrer Eltern, Drogenmissbrauch und ähnlichem eine feste Unterkunft und einen geregelten Alltag erleben können. Ich habe schnell gemerkt, wie dankbar die jungen Menschen sind, wenn ihnen jemand einfach nur Aufmerksamkeit entgegen bringt. Ich habe dort viele sehr berührende und emotionale Momente erlebt, wenn die Kinder ihre Lebensgeschichte mit ihren wenigen Englischkenntnissen zu erzählen versuchten. Ebenso oft hatten wir einfach nur zusammen Spaß bei Armbänder Flechten, Fußballspielen oder beim Malen. Ein Highlight war die gemeinsame Weihnachtsfeier, die so bunt und lebendig und ausgelassen war! Die ganze Weihnachtszeit in Tansania habe ich als einzigartig empfunden. Ich kann jedem empfehlen, seinen Aufenthalt in dieser Zeit einzuplanen. Plastikweihnachtsbäume bei 30 Grad und dazu Jingle Bells in der Reggae-Version – auf jeden Fall ein unvergessliches Weihnachten!

Sozialarbeit Tansania Gastbruder

Den zweiten Monat meines Aufenthaltes habe ich mich entschlossen, mit kleineren Kindern zu arbeiten. Ich hatte dann die Möglichkeit, an der St. Margarets Academy die Toddlers Class zu unterrichten, also Kinder zwischen zwei und maximal vier Jahren. Ich hatte die zwei Lehrkräfte Lily und Houwa zur Unterstützung, mit denen ich mich von Anfang an sehr gut verstanden habe. Die ganze Atmosphäre an dieser Schule habe ich als sehr angenehm empfunden und meine kleine Klasse habe ich derart ins Herz geschlossen, dass ich sie am Ende am liebsten alle mit nach Hause genommen hätte. Ich habe versucht, ihnen Englisch beizubringen, also das ABC, Zählen bis 10 oder „How are you? – I´m fine!“. Meistens wurde aber gespielt, auf meinem Arm geschlafen und manchmal auch gesungen und getanzt. Wenn dann 30 kleine Kinder singen „Teacher Katharina, we Love you so, so much!“ können einem schon mal die Tränen in den Augen stehen.

Sozialarbeit Tansania Kili

Das Beste an meinem Aufenthalt war die Zeit bei meiner wunderbaren Gastfamilie. Ich habe mich bei meinen Gasteltern, ihren drei Jungs und dem Hausmädchen von Anfang an wie zu Hause gefühlt. Selten habe ich eine solche Gastfreundschaft erlebt, ich wurde von Anfang an behandelt wie ein Familienmitglied. Wir haben jeden Abend gemeinsam gekocht und gegessen, Memory gespielt, Fußball geguckt oder im nahegelegenen Pub ein Kilimanjaro Bier getrunken. Dementsprechend schwer fiel uns allen der Abschied. Allerdings haben wir immer noch per E-Mail Kontakt und ich habe mir fest vorgenommen, sie zu besuchen sobald ich kann.

Sozialarbeit Tansania Elefant

Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft im Allgemeinen war oft überwältigend. Als „Fremde“ wird einem ständig zugewunken, ich wurde in Gespräche verwickelt oder mir wurde im Vorbeigehen die Hand geschüttelt. Ich habe die ganze Stadt Arusha sehr genossen, obwohl sie im klassischen Sinne nicht wirklich schön ist. Eigentlich ist sie laut, chaotisch, bunt und dreckig. Aber aufgrund der Menschen und des ganzen Flairs habe ich sie schnell lieben gelernt. Eine besondere Vorliebe hatte ich für die Dalla Dallas. Diese rostigen und gnadenlos überfüllten Busse machen jede Fahrt einzigartig und aufregend!

Gar nicht genug bedanken kann ich mich beim wunderbaren Project Abroads Team vor Ort. Das Verhältnis war von Anfang an ausgesprochen herzlich und freundschaftlich. Ich hatte immer die Gewissheit, Rund um die Uhr einen Ansprechpartner zu haben, falls es Probleme gibt. Besonders Claire, die mit ihrem Enthusiasmus und Organisationstalent so viele tolle Feiern und Ausflüge auf die Beine gestellt hat – von Weihnachtspartys über Kochkurse bis zu Renovierungsarbeiten in einem Waisenhaus.Natürlich haben auch die Freiwilligen aus aller Welt,die ich kennenlernen durfte, meinen Aufenthalt zu etwas ganz besonderem gemacht. Asante sana! (Swahili für „Vielen Dank“)

Katharina Liebl

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