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Monate des Lehrens und des Lernens in Sri Lanka

Unterrichts-Projekt in Sri Lanka von Clemens Blab

Unterrichts-Projekt Sri Lanka, Projects Abroad

Da stand ich nun in einem fernen Land. An meinem ersten Tag und die lokale Sprache nicht beherrschend, standen mit mir dreißig, gefühlte tausend, Schüler, die nicht in diese Klasse gehörten, in einem Raum einer Tempelschule am Rande von Panadura, eine Stadt, die ich im Laufe meines Verbleibes sehr zu lieben lernte. Ihr Interesse an dem neuen Lehrer brachte sie alle dazu, sich in ein kleines Klassenzimmer zu zwängen. Aber genau dieser Lehrer wusste nicht, wie er mit dieser Situation umzugehen hatte. Am nächsten Tag wurde es nicht besser. “Und das habe ich jetzt sicherlich für die kommenden fünf Monate”, entfleuchte mir halb verzweifelt, halb angespannt. Doch meine Lehrerkollegen dürften meine Schwierigkeiten mit angesprochener Situation bemerkt haben, da ab dem nächsten Tag jeder Schüler stets in seiner Klasse war und hinnahm, dass er nur zu eingeteilten Stunden von dem Fremden aus Europa unterrichtet wird.

Unterrichts-Projekt Sri Lanka, Projects Abroad

Von diesem Tag an konnte ich meinen Aufenthalt mehr und mehr genießen. Ein recht langer Aufenthalt, wenn man bedenkt, dass ich mich lediglich knapp zwei Monate davor entschlossen hatte, diese Reise anzutreten. Nichtsdestoweniger wollte ich die Zeit vor meinem Studentendasein nutzen, um in einem Land zu lehren, das seinen jungen Generationen nicht die Bildung bieten kann, die ich genießen durfte, und habe versucht meine Ambitionen so gut wie möglich umzusetzen. Essentiell war es ebenso für mich, nicht nur zu lehren, sondern auch zu lernen; generell über die Diversifikation unseres Planeten, speziell über ein anderes Land, eine fremde Kultur, andere Menschen, über mich. Und wie soll ich es artikulieren? Es ist äußerst schwer, denn ich habe dermaßen viel über die oben angesprochen Punkte gelernt, sodass ich noch in einer Woche hier sitzen würde, wenn ich alles mit seinen Implikationen erzählte und erklärte.

Jedoch will ich verraten, dass ich nichts missen möchte und vieles, nichts alles, vermisse aus meiner Zeit in Sri Lanka. Selbstverständlich ist nicht alles perfekt und mit Sicherheit werden Schwierigkeiten auftreten, die einen vorerst dämpfen und es wird Enttäuschungen geben, die überwunden werden müssen. Aber all das sind Vorkommnisse, die dazu einladen, mit neuer Energie aus ihnen zu lernen und wird dies auch bewältigt, entwickeln sich die einst negativen Emotionen über die Ereignisse zu positiven. Zumindest ist dies meine Erfahrung und ich hoffe, dass es ebenfalls anderen ähnlich ging, geht oder gehen wird.

Unterrichts-Projekt Sri Lanka, Projects Abroad

Meine Arbeit an der Schule erfolgte nach einem relativ strammen Stundenplan, der nicht immer eine Pause zwischen zwei Klassen zugelassen hat. Jedoch konnte ich mir jederzeit eine kurze Unterbrechung genehmigen, wenn ich es wollte. So war es möglich einen recht angenehmen Arbeitstag zu verbringen, der teilweise wohl an die Substanz ging, aber ehrlicherweise sollte Arbeit doch genauso sein. Alle Schüler waren stets quicklebendig und für neue Sachen zu begeistern, auch wenn das nicht immer das Lernen war. Die anderen Lehrer banden mich häufig in Aktivitäten außerhalb des Unterrichts ein und ich war, hoffe ich wenigstens, mehr als nur ein Kollege für sie.

Meine Unterkunft war nicht besonders, Standard für das Land, in dem ich lebte. Die Familie, die sie bewohnte, war es aber. Das Essen war herrlich, das Haus immer sauber, für ein nettes Gespräch immer Zeit. Von Beginn bis Ende gab die Familie mir das Gefühl ein Mitglied von sich zu sein. Deshalb darf ich stolz und mit großem Respekt für das, was sie für mich getan haben, sagen, es ist nicht “eine” Familie, bei der ich einfach fünf Monate lebte, sondern es ist “meine” Familie, die, egal wie weit voneinander getrennt, für ewig “meine” Familie bleiben wird.

Unterrichts-Projekt Sri Lanka, Projects Abroad

Meine Wegbegleiter, in Form von anderen Freiwilligen und den Mitarbeitern von Projects Abroad, waren großartig. Die anderen Freiwilligen sind mit großer Mehrheit immer auf meiner Wellenlänge gewesen, was es außerordentlich einfach gemacht hat, sich mit ihnen zu verstehen, eine gute Zeit zu haben, und Freundschaften aufzubauen. Die Mitarbeiter von Projects Abroad waren meistens in jeder Situation erreichbar, egal zu welcher Uhrzeit, und hilfsbereit mit Rat und Tat. Hier und da könnte man glauben, dass das Wort Pünktlichkeit nicht existiert, aber dies liegt eher an dem Land, in dem ich mich aufhielt.

Unterrichts-Projekt Sri Lanka, Projects Abroad

Die Kollegen, Schüler ebenso, waren es, die mich in jeder erdenklichen Situation in der Schule unterstützt haben und immer an meiner Seite gestanden sind. Jedes einzelne Familienmitglied meiner Gastfamilie war es, das sich reizend um mich gekümmert hat und zu jeder Zeit auf herzerwärmender Art und Weise auf mein Wohlbefinden geachtet hat. Die anderen Freiwilligen waren es, die meine Freizeit in ein Abenteuer verwandelt haben, das einige der schönsten Momenten meines bisherigen Daseins für mich bereithielt. Dies alles trug dazu bei, dass ich meinen Aufenthalt als durchwegs inspirierend empfand.

Und Sri Lanka hat mich sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen!

Clemens Blab

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